Togo 2014


Dezember 2014


EVOGLOBAL UND ELAGNON

Das Togo-Projekt entwickelt sich in zwei Ländern: Deutschland und Togo.

In Deutschland hat sich die Schülergruppe „EVOGLOBAL“ des Lycée Français Düsseldorf um die Lehrerin Frau Kloecker gebildet. Die Gruppe ist mit 9 an

deren aktiven Schulen vernetzt durch das „Bridge-It“-Netz. Dies bedeutet: sich treffen, die Projekte der anderen kennenlernen, gemeinsam planen und vorangehen. Die Gruppe EVOGLOBAL erkundigt sich über die Lage des globalen Südens, anhand des Beispiels Togos, forscht und sucht nachhaltige und integrative Lösungen. Durch Aktionen sammelt die Gruppe EVOGLOBAL Geld, das unser Projekt in Togo mitfinanziert. Austausch mit togolesischen Schulen in Form von Briefen, gegenseitigen Ausstellungen, gemeinsamen Wettbewerbe laufen schon, oder sind geplant.

In Togo startet unser Projekt ELAGNON („Hoffnung“), das auf zwei Pfeilern aufgebaut ist:

1) Kampf gegen die Armut (durch Mikrokredite an 10 Frauengruppen und 2 Männergruppen, Alphabetisierung, Pyrolysekocher, innovative

Agrarmethoden, Beschäftigungsmaßnahmen)

2) Wiederaufforstung (Züchten und Pflanzen von Bäumen) Dieses wird 3 Jahre dauern und hat einen Umfang von 83.000 Euro, davon werden 75 % vom BMZ gefördert. Wir erwarten sehr viel von den zahlreichen Maßnahmen, die eine globale Lösung für viele Probleme der Houdou Bevölkerung von Atakpamé darstellt; wir hoffen auch, dass unser Projekt ein Modell für viele andere Dörfer sein wird.

Aus dem LHL-Weihnachtsrundbrief 2014



August 2014

1. Togo erfindet den Pyrolysekocher neu hier weiterlesen


August 2014

2.  « Espoir », en langue houdou

« C’est à l’ancienne corde que l’on tisse la nouvelle. »


TOGO-PROJEKT 2015-2017


Eine Zusammenarbeit zwischen Lernen-Helfen- Leben e.V., ADICH und dem Bundesministerium für Zusammenarbeit (BMZ)

Was bis jetzt geschehen ist…

Seit 5 Jahren arbeiten Lernen-Helfen-Leben e.V., das Lycée Français de Düsseldorf und unsere togolesische Partnerorganisation ADICH (« Association pour le Développement Intégral de la Communauté Houdou ») zusammen. Was wir bis jetzt geleistet haben, ist der Beweis, dass wir effektiv und in einem vertrauensvollen Klima gearbeitet haben:

40 Stipendien pro Jahr für die besten Schülern seit 2011;

40 Stipendien für die besten Schüler;

Beitrag zur Erweiterung des Collège Solidarité;

Schulmaterial und Bücher für 6 Schulen;

4 Brunnen;

7 Trockentoiletten Ecosan;

Mehr als 1 500 Bäume;

Mikrokredit für 6 Frauengruppen + Alphabetisierung;

Sensibilisierungskampagne durch ADICH;

Übergabe von Solarlampen (Solux und Villageboom);

Übergabe von einem Computer + Beamer;

Pädagogischer Austausch mit Schulinspekteuren und Lehrern;

Klassenkorrespondenzen;

Sensibilisierung durch unsere Schüler auf dem Gebiet der Solarenergie;

Der internationale Mathematikwettbewerb „Känguru“ wird simultan auch in Togo organisiert;

• Die Houdou Sprache wurde zum ersten Mal vom französischen Linguisten Jacques Rongier niedergeschrieben;

Einführung der Pyrolysekocher von Herrn Fetzner;

Ausstattung der Houdou Gemeinde mit Villageboom-Solarlampen

Jedes Jahr empfängt ADICH zwei deutsche Weltwärts-Freiwillige, die ein Sozialjahr in Atakpamé verbringen

3 Mitglieder von Adich haben uns schon in Deutschland besucht. Herr Eben- Ezer Kodjo, Sekretär von ADICH, hat 2013 an der Fünf-Jahres-Weltwärts Konferenz teilgenommen.

All dies geschah dank der Unterstützung der Togo-Schülergruppen des Lycée Français, der Hilfe der Eltern und eines Freundeskreises. Vielen Dank an alle!

Unser Projekt wurde schon mehrmals belohnt:

Wir haben im Dezember 2013 den 3. Preis der Stadt Düsseldorf „Klimahelden gesucht“ gewonnen (1.000 €) 

Wir waren 2012 im Adventskalender von 24-Gute Taten und konnten über 4000 Kinder (1. und 2. Klassen) in Atakpamé und Umgebung mit Schulmaterial ausrüsten (3.750 €).

Wir haben den 1. Preis beim Wettbewerb von „Wähl dein Klima“ gewonnen und werden damit die Houdou Gemeinschaft mit Solarlampen ausstatten.

Wir haben 2013 den 1. Preis beim Bridge-It Award gewonnen und konnten mit den 1 000 Euro 3 neue Frauengruppen mit Mikrokredit unterstützen.

Durch den Bridge-It Award gehört unsere Schule zum Netzwerk der deutschen Schulen, die sich in Projekte mit dem Süden engagieren. („Bridge-It/ Change Agents")

Wir sind unter den ersten 15 Gewinnern des Wettbewerbs des Bundespräsidenten, der alle 2 Jahre vom BMZ organisiert wird.

Unser Projekt wurde in einem Artikel der Deutschen Welle erwähnt

3 Mitglieder von ADICH haben uns schon in Deutschland besucht. Herr Eben-Ezer Kodjo kann im Rahmen der 5-Jahre Weltwärts-Konferenz.

Herr Rafael Teck, 1.Sekretär und Chef der Kooperation der deutschen Botschaft in Lomé hat unser Projekt in Atakpamé im Februar 2014 besucht.


Unser Projekt :

In Zusammenarbeit zwischen "Lernen-Helfen-Leben e. V." und "ADICH" wollen wir jetzt ein größeres Projekt mit dem Bundesministerium für Zusammenarbeit (BMZ) auf den Weg bringen:

10 Frauengruppen sollen Mikrokredite in Höhe von 1.128€  erhalten, um damit im Bereich Kleinhandel, Tierzucht, Gemüseanbau und Schlosserei zu investieren. Sie lernen Führungsqualitäten Techniken und Unternehmungsmethoden - und damit Einkommen schaffenden Maßnahmen. .

Alphabetisierung und Rechnen für Frauen,

Wiederaufforstungsmaßnahmen und Einführung von Pyrolysekochern, die von einer Männergruppe hergestellt werden (auch ein Mikrokredit in Höhe von 1.128 €),

Verbesserung der Agrotechniken, Kompostierung und innovative Techniken, um den Boden zu verbessern (Terra preta), dank der Bioholzkohle, die durch die pyrolytische Verbrennung entsteht. Auch hierfür enthält eine Männergruppe einen  Mikrokredit in Höhe von 1.128€.

Sensibilisierung der Bevölkerung in folgenden Bereichen: Frauenrechte, Kinderrechte, Menschenrechte, Hygiene, Erbschaftsangelegenheiten Bodenbesitz und Umweltschutz durch Fortbildungsseminare.

Im folgenden weitere Einzelheiten über das geplante Projekt:

1) Ein Mikrokredit für 10 Frauengruppen :

In Togo lässt sich Armut auf dem Land stärker spüren als in Städten und betrifft eher große Familien.

So befinden sich manche Frauen auf dem Land in einer katastrophalen Situation. Grundsätzlich obliegt die Haushaltführung „herkömmlicherweise“ Frauen. Das durch die Kleingewerbe erwirtschaftete Einkommen fließt komplett in die Haushaltkasse. Leider geraten die Frauen dabei meistens durch Überschuldung in eine erbärmliche finanzielle Lage.

Um Erfahrung zu sammeln haben wir schon 6 Frauengruppen ein Mikrokredit in Höhe von je 500 € gewährt mit einer Zinsenrate von nur 5%. Das Geld, das dank Aktionen der Schüler gesammelt wurde (Togo-Abende, Kuchenverkauf, Spielzeugbörse…) wurde vom Lycée Français zur Verfügung gestellt.

Während meiner letzten Reise in Juli 2014 haben wir den Stand der Mikrokredite in Gbécon und Kossi Kiti evaluiert.

Die 3 Frauengruppen von Gbécon, unterstützt von Tata Beauty, Alexis und Eben- Ezer treffen sich mit mir, um die Evaluation zu machen.

Nach einem einstündigen Gespräch mit den Frauen der drei Gruppen, haben wir

folgende Antworten und Bemerkungen gesammelt:

Einstimmig haben sich die Frauen beim Lycée Français bedankt.

Sie haben alle im Laufe von 6 Monaten die 15% gespart, die als Garantie für den Mikrokredit nötig waren.

Dann konnten sie in ihre jeweiligen Tätigkeiten investieren: Gemüse- und Obstverkauf, Kuchen, Schuhe, Seife, Töpfe…

Sie konnten alle das geliehene Geld zurückzahlen + 5% Zinsen.

Sie waren in der Lage zu sparen.

Sie freuen sich, dass der Mikrokredit ein zweites Mal gewährt wird.

Die Frauen verbesserten ihre Position in der Gemeinde und in der Familie: sie trauen sich jetzt zu, das Wort zu ergreifen, ihre Meinung wird auch öfters gefragt.

Wir fühlen uns bestätigt und ermutigt, weitere 10 Frauengruppen mit Mikrokrediten (1.128 € pro Gruppe, insgesamt 11.280 € für den Mikrokreditfonds) zu helfen und zu unterstützen.


2) Alphabetisierung und Erlernen der Grundrechenarten für Frauen :

Analphabeten sind besonders benachteiligt und die meisten Frauen der Dörfer um Atakpamé haben nie oder kaum die Schule besucht; also können sie auch kein Französisch, die Amtssprache Togos. Deshalb haben wir schon drei Alphabetisierungsgruppen in Talo Gbomaho, Klala und Kossi Kiti) organisiert.

Beim Besuch dieser Gruppen habe ich oft im Laufe der EVALUIERUNG die Wörter „Stolz“, „Stärke „und „Freude“ gehört.

Die 1. offizielle Evaluierung vom Schulamt liegt uns vor und brachte gute Ergebnisse, besonders in Talo Gbomaho und Klala.

Deshalb möchten wir acht neue Alphabetisierungsgruppen gründen, wo die Frauen auch in die Grundsätze des Rechnens eingeweiht werden, unter der Leitung von Lehrern, die von ADICH ausgebildet sind.

Die Frauen in Talo Gbomaho erhielten bei meinem Besuch eine Stofftasche, um ihre Schulsachen zu schützen. Sie waren mächtig stolz (…und ich auch!).


3) Der Kampf gegen Entwaldung mit Wiederaufforstungsmaßnahmen und Einführung von Pyrolyseöfen :

Wegen einer katastrophalen politischen Situation, einer Fehlplanung (schlechte Bewirtschaftung) der damals noch bestehenden Wälder und einer starken demographischen Entwicklung verschwanden die Wälder Togos im Laufe der letzten 25 Jahren fast komplett.

Ein Bericht der UNO-Entwicklungsorganisation UNEP von 2010 hält fest: “Togo has very little rainforest cover, but what remains is highly degraded and fragmented—there is no primary rainforest left in Togo. Most of Togo's tropical forest areas are used for subsistence slash-and-burn agriculture and fuel wood cutting. The mining industry causes environmental degradation as well. Between 2000 and 2005 Togo had one of the highest deforestation rates in the world, and since 1990, 43.6% of its forests have been lost.

Hügel in Atakpamé…jeder dort erinnert sich noch an die Zeit, wo alles noch dicht bewaldet waren.

Das tägliche mühsame Holzsammeln in Agbofon

Frauen und Kinder müssen immer längere Wege bewältigen, um Brennholz zu sammeln. Da die Gegend entwaldet ist, regnet es immer weniger: die letzten drei Regenzeiten waren kurz und der Regen war vollkommen unzureichend, um das Grundwasser zu erneuern.

Dies hat katastrophale Folgen auf die Ernten.

Die Lage der Bevölkerung ist schon sehr prekär und der Klimawandel trifft sie besonders hart. Es regnet zwar nicht mehr so oft, aber dafür sehr stark und die Erosion zerstört Häuser, Brücken und Straßen. Der fruchtbare Boden wird auch weggespült.

Deshalb wollen wir viele Bäume pflanzen und die grünen Gürtel um die Dörfer besonders fördern, weil sie Schutz und Frische mit sich bringen. Wir möchten diese Aktion auch in Düsseldorf führen, da 25% des Baumbestandes der Stadt im Juni 2014 vom Sturm Ella zerstört wurde. Es macht also Sinn, die Wiederaufforstungsmaßnahmen parallel in Togo und in Deutschland zu ergreifen.

Mit den Kindern von Agothoin pflanzten wir Bäume

Die 9 Gruppen, die Mikrokredit erhalten werden, werden sich auch um die Wiederaufforstung kümmern. Sie werden sähen, die kleinen Bäume versorgen, pflegen, pflanzen, begießen…

Darüber hinaus werden wir Sensibilisierungskampagnen durchführen, damit die Bevölkerung sich aktiv und motiviert an die Maßnahmen beteiligt. Dies wird aber nicht reichen, wenn wir nicht eine zweite Lösung der Bevölkerung zur Verfügung stellen.


Unsere sehr innovative Lösung heißt « Pyrolysekocher ».

Holzsparofen bieten eine gute Alternative zu der Drei-Steine-Feuerstelle, die viel Brennstoff verbraucht und Lungen- und Augenkrankheiten verursacht.

Ich verfolge besonders die Zusammenarbeit von einer Tüftlergruppe, zu denen (unter anderen) Bernd Blaschke, Joachim Grieb, Andreas Kontny und Richard Fetzner gehören. Der Pyrolysekocher von Herrn Fetzner hat mich besonders interessiert, weil er kaum Holz verbraucht und Holzkohle produziert. Ich habe ein Exemplar im Februar 2014 nach Togo mitgenommen, das direkt kopiert wurde. So wissen wir, dass dieser in Togo hergestellt werden kann.

Der Kocher ist zugleich einfach und genial. Die Frauen von Klala haben ihn mit uns getestet.



rechts: Die Vorsitzende der Frauen von Klala probiert den Pyrolysekocher aus.

Wir haben kein Holz, sondern Zweige und trockene Blätter verbrannt. Es entstand kein Rauch, die Flamme brannte 30 Minuten lang. Der Kochvorgang (3 Liter Wasser mit einer Jam-Wurzel) war komplett.

Dann brannte die entstandene Holzkohle auch bis zum Ende (nochmal 20 Minuten).

Die Frauen waren verblüfft (ich auch…)!

Das Pyrolysesystem ist kompliziert, weil die Luft auf 2 Wege in die Brennkammer eintritt.

Die Frauen von Klala sind geschickte Töpferinnen und möchten den Pyrolysekocher teilweise aus Ton herstellen. Innerhalb ein paar Minuten haben sie den Außenmantel geformt. Da dieser Teil aber zuerst trocknen muss, konnten wir den neuen Ofen noch nicht gemeinsam ausprobieren.

Nachdem die Frauen den Außenmantel getöpfert haben, haben wir den Namen von Richard Fetzner eingraviert.

Die Frauen aus Klala, Gbécon, Talo Gbomaho und Yero Kpoji wollen jetzt die zwei Pyrolyseöfen testen und eventuelle Verbesserungen vorschlagen. Wird er aus Ton und Metall bestehen? Wird er größer/ höher sein? Und so weiter.…

Unser Projekt soll darin bestehen, einer Männergruppe ein Mikrokredit in Höhe von ebenfalls 1.128 € zu gewähren, damit sie Pyrolysekocher herstellen, die an die Houdou-Gemeinde verkauft werden.

Ein Team von ADICH, begleitet von unseren 2 Weltwärts-Freiwilligen, Carla und Darius, wird den Pyrolysekocher in den verschiedenen Dörfern vorführen und die Leute aufklären über die Notwendigkeit, diese Kocher einzuführen.


4) Verbesserung der Ackerböden durch Kompostierung und die Einführung neuer Agrartechniken (Terra preta, verbessertes Saatgut, Jardin tropical amélioré…)

Die Ackerböden in Togo sind ausgelaugt, weil die Landwirte zu viel Düngung benutzen, als Folge der Entwaldung tritt starke Erosion auf. Die Ernten können nicht mehr die Bedürfnisse der Bevölkerung abdecken. Deshalb ist notwendig zu reagieren, da wir auch der Meinung sind, dass die Zukunft Afrikas in der Hand der Kleinbauern liegt.

Ihre Lage ist unerträglich geworden: Düngungsmittel sind unerschwinglich geworden, der Klimawechsel und das Ausbleiben der Regenzeit verhindern, dass die Bauern zweimal im Jahr ernten können. Der Preis des Saatguts ist gestiegen, so dass manche Bauer schon die Ernte im Voraus verpfänden, um sich und ihre Familie zu ernähren. Sie werden demnächst ihre eigene Ernte auf dem Markt zurückkaufen müssen… Dazu kommt das skandalöse Spekulieren der Banken auf die Rohstoffe: das ist die traurige Wirklichkeit Togos heutzutage.

Es hat 5 Jahre gedauert, bis ich diese Tatsachen erfasst habe. Die Togolesen klagen nicht oft, und nur wenn sie ihre Gesprächspartner gut kennen. Ich war zuerst empört, dann beschloss ich mich zu engagieren. Ich nehme hier Bezug auf die wunderbaren Werke von Stéphane Hessel: „Indignez-vous!“ und „Engagez-vous!“ ("Empört Euch!").


Yaowi, mein Kollege aus der Grundschule in Adjreké ist nicht nur Schuldirektor, sondern auch Landwirt. Hier erntet er Jams, das Grundnahrungsmittel von Togo. Alles ist Handarbeit...

5) Sensibilisierung der Bevölkerung im Bereich Umweltschutz, Hygiene und Menschenrechte

Nichts wird sich verändern, wenn die Mentalitäten sich nicht ändern und die Gewohnheiten nicht infrage gestellt werden. Dies setzt zahlreiche und effektive Sensibilisierungskampagnen, Information der Bevölkerung, Ausbildung von Fachkräften voraus, sowie lange Diskussionen und regelmäßige Evaluationen.

Dies beschäftigt mich sehr, wenn ich in Togo bin, aber ich mache es sehr gern, weil ich interessante Leute treffe und spannende Momente erlebe. Ich werde dabei immer von Victorine, Tata B., Eben-Ezer (unter anderen) begleitet.


Eben-Ezer spricht mit den Dorfbewohnern von Klala. Themen des Tages : Solarlampen und Alphabetisierung

Unsere Partner von ADICH nutzen jeden Besuch, jedes Treffen mit der Bevölkerung um sie aufzuklären. Einige Gewohnheiten werden diskutiert und infrage gestellt: das anarchische Abholzen, die ungleiche Behandlung von Frauen und Männern, von Mädchen und Jungen, die fehlende Grundhygiene…

Diese Arbeit ist mühsam und langwierig. Es fällt der Bevölkerung auch schwer, sich  die Zukunft vorzustellen (« Was wird in 10 Jahren passieren, wenn es gar keine Bäume mehr geben wird?), wobei heute die fixe Idee ist: "Was werden meine Kinder heute essen?“. Immerhin haben wir Fortschritte festgestellt: ADICH wird immer häufiger von Dorfchefs angesprochen, die solche Besuche für ihre Gemeinde beantragen.

Mais pour aller plus loin, nous avons besoin de vous !

Dieses geplante Projekt mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 60 000 Euro soll 36 Monate dauern.

Dadurch wird sich die Lage zahlreicher Frauen verbessern, auch die ihrer Familien. Ihr Status wird sich ändern, da sie ein neues Selbstbewusstsein entwickeln werden.

Unser Projekt wird auch vielen einen Beruf und ein Einkommen anbieten: Bauern, Baumpflanzern, Prüfern, motivierende Mitarbeiter…

Die Mikrokredite werden nach den 36 Monaten weiterbestehen und immer wieder an neue Gruppen vergeben werden.

Wir haben unseren Antrag schon bei Bengo/ BMZ abgegeben und hoffen sehr auf die Unterstützung des Entwicklungshilfeministeriums.

Jeder der 3 Partner wird seinen Anteil leisten:

15% werden von ADICH übernommen (ungefähr 9.000 €), hauptsächlich in Form von Leistungen,

75% werden vom BMZ (Bundesministerium für Zusammenarbeit), übernommen (ungefähr 45.000 €).

Die übrigen 10% (ca. 6.000 €) muss LHL als "Eigenleistung" aufbringen. Konkret bedeutet dies, dafür benötigen wir Spenden!

Seit 2009 sind 100% Ihrer Spenden in die Realisierung unserer früheren Projekte ausgegeben worden. Bisher habe ich persönlich alle Kosten (Flugkosten, Aufenthalt, Telefon, Transportkosten innerhalb Deutschland und die Teilnahme an die Seminare von LHL, BMZ, Engagement Global, Verwaltungskosten…) selbst übernommen.

LHL prüft alle Rechnungen nach.

Deswegen bitte ich alle, denen dies möglich ist, unser schönes Projekt mit einer Spende zu unterstützen.

Ihre gesamte Spende wird in das Projekt fließen und Sie werden eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt erhalten.

Wenn Sie unser Projekt unterstützen wollen, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf folgendes Konto bei der Volksbank Vechta:

BIC-Nummer: GENO DE F1 VEC

IBAN: DE05 2806 4179 0135 875809

Vergessen Sie dabei nicht „Togo-Projekt“ zu erwähnen und Ihre Adresse (für das Ausstellen der Spendenbescheinigung).

Im Voraus, DANKE!! MERCI!! AKPE LO!!



Februar 2014

Das neue LHL-Projekt in Togo  wendet sich an Frauen- und Männergruppen

Die Unterstützung bedürftiger Bevölke­rungsgruppen richtet sich an arbeitsfähige Frauen und Männer, damit sie an unserem Projekt "Einkommen schaffende Maßnahmen durch Mikrokredite" teilnehmen und sich dadurch eine eigene Existenz aufbauen und so die Situation ihrer Familie verbessern. Außerdem (und dies ist in unseren Augen sehr wichtig!) wird durch solche Projekte die menschliche Würde wiederhergestellt.

Die Projektplanung sieht vor, dass Frauen und Männer sich in Selbsthilfegruppen zusammenschließen und sukzessive (maximal 3mal) Kleinkredite erhalten, die sie für Ein­kommen schaffende Maßnahmen einsetzen. Sie werden auch alphabetisiert. Die Männer werden Holzsparöfen und Pyrolyseöfen her­stellen und vertreiben. Mit der beim Pyrolyse­prozess gewonnenen Pflanzenkohle wird der Kompost angereichert  und so der Ertrag auf den Feldern erhöht. (LHL-Rundbrief Februar 2014)



Kikeriki!!!

Projekt der Togo-Gruppen der Französischen Schule

"Raus in die große weite Welt"

Unser Projekt hat im Rahmen des

awards
den
1. Platz


erreicht .

WIR ERHIELTEN DEN  HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH IM NAMEN DER JURY UNTER VORSITZ VON HEIDE SIMONIS.

Mit dieser Platzierung geht ein Preisgeld von 1000 EUR einher, welches uns Bridge-IT für die Weiterentwicklung unseres Projektes zur Verfügung stellen wird. Außerdem erhalten wir eine Keramikskulptur des kolumbischen Nachwuchskünstlers Thomas Espinosa als symbolisches Dankeschön für unser Engagement!

Den komplette Antrag können Sie hier lesen