2. Kongo-Ost

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März 2016



Kongobrief Ostern 2016


Vor drei Wochen bin ich von meiner letzten Kongoreise zurückgekommen...
hier weiterlesen


Dezember 2015

"Die Ökosysteme der tropischen Urwälder enthalten eine

biologische Vielfalt von einer enormen Komplexität, die

ganz zu kennen beinahe unmöglich ist, doch wenn diese

Wildnisse niedergebrannt oder eingeebnet werden, um

Bodenbewirtschaftung zu entwickeln, gehen in

wenigen Jahren unzählige Arten verloren, wenn die Gebiete

sich nicht sogar in trockene Wüsten verwandeln."

(Papst Franziskus, Laudato Si, Nr. 24)



Bäume pflanzen mit LHL!



(Dezember 2015 - Uvira-Region)


Wer zum erstenmal im Ostkongo umherreist, fragt sich, wieso die vielen, manchmal über 3.000 Meter hohen Berge alle kahl sind, aber grasbewachsen?   Hier weiterlesen und Infobrief Ostkongo November 2015 runterladen.

Dezember 2014

Überlebenshilfe greift!

Der Kongo – ein reiches Land?  "In den Städten: überall Baustellen, immer mehr dicke Autos. In Luxushotels mit Gold behangene Gäste. Daneben: Villen mit hohen Mauern und rundrum Wächter. Hunderte von Millionen Dollar zirkulieren und die Bergwerksgesellschaften scheffeln noch mehr in ihre Taschen. Das ist die „eine“ Welt! Sie benötigt ihre kongolesischen Handlanger und belohnt – oder gar schmiert diese gut. Wie sagt man so schön in diesen Kreisen? „Geld spielt keine Rolle“

Die andere Welt, das sind die Menschen, die ihre Wege zu Fuß machen müssen.

"Die Holz für den Drei-Steine-Ofen suchen, die ein paar Quadratmeter Garten oder einen Hektar Feld beackern, Bananen, Maniok, Bohnen anbauen, deren Hütte selbstgebaut und mit Stroh be­deckt ist, die kein Geld übrig haben, ihre Kinder zur Schule zu schicken, ihnen noch nicht einmal Schuhe kaufen können, deren kleines Feld immer weniger hergibt, weil sie gelernt haben, die Erntereste zu verbrennen und meinen, mit der Asche dann düngen zu müssen. Jetzt wächst da so wenig, dass höchstens einmal "am Tag eine Mahlzeit gekocht werden kann. Das Wasser wird in einem Kanister aus dem Bach geholt oder – und das ist schon Luxus: von einem Brunnen, den das Rote Kreuz errichtet hat.

Hier greifen LHL-Projekte:

Mit unseren kongolesischen Partnern fördern wir Land- und Forstwirtschaft, Ausbildung in Landvolkshochschulen und die Naturschutzjugend in inzwischen acht Projekten mit Unterstützung des deutschen Entwicklungshilfeministeriums (BMZ). Für diese Projekte benötigen wir in 2015 weitere Spenden als „Eigenanteil“.  Ganz herzlichen Dank allen, die dies mit  unterstützen!

In Deutschland bieten wir weiterhin Schulen in Niedersachsen und NRW Veranstaltungen zum Regenwald im Kongo an, zu Klimaschutzfragen in diesem Zusammenhang  - und, was die Schüler am meisten interessiert - mit authentischen Berichten über das Leben ihrer Mitschüler in Afrika.

Aus dem LHL-Weihnachtsrundbrief 2014



Mai 2014

Aktuelles aus unserem neuen "BMZ-Projekt"

Aufforstung und Bildungsmaßnahmen für "Forstmanagement" im Ostkongo       


Karibu allerseits! Yambo sana!
Wir dachten, wir nehmen Sie einfach mal mit in unseren Projektalltag.....
Hier weiterlesen


Februar 2014

Reiche hungern nicht - auch nicht im Ost-Kongo

Wir möchten den Armen helfen. „Arm“ sind vor allem die vielen alleinerziehenden Mütter, mit 3, 4, 5 oder sogar noch mehr Kindern, die selbst keine Gelegenheit hatten, zur Schule zu ge­hen, weil Schule Geld gekostet hätte – und die ihre Kinder deswegen wiederum nicht zur Schule schicken können! In zwei Schulen fördern wir  den Schulbesuch durch die Zahlung von Schul­geld. „Arm“ sind auch viele Bauern, die während des Krieges im Ostkongo flüchten mussten und in dieser Zeit Vieh und Ernten verloren. Mit unserem Programm erhalten sie Saatgut, Fortbil­dun­gen und Mikrokredite.

„Arm“ sind inzwischen aber auch die genutz­ten Böden. Der Wald wurde zu Holzkohle, die unter den Kochtöpfen landete und so ein bisschen Geld einbrachte. Seit der Wald ver­schwunden ist, laugt Regen die Böden aus. Statt Pflanzenreste zu kompostieren, werden sie auch noch verbrannt: man weiß noch, dass Asche auch Dünger ist. Aber der reicht natürlich nicht.  Ganz viel bäuerliches Wissen ist durch Krieg und Bildungsnotstand verloren gegangen. Jetzt werden in vielen Dörfern nur noch die Grundnahrungsmittel Bananen und Maniok angebaut. Mangelernährung ist die Folge.

Wir wollen das ändern: mit Agroforstwirt­schaft, Aufforstung und vor allem Fortbil­dun­gen für Bäuerinnen und Bauern. Notwendig sind eine pflanzliche Vielfalt, Fruchtwechsel, tiefwurzelnde Pflanzen als Schutz gegen die Bedrohung durch Erosion.

Mit der „Überlebenshilfe“ in den Programmen von Lernen-Helfen-Leben e. V. kann das ge­lin­gen! Unsere Projekte im Ostkongo, teilwei­se gefördert vom Entwicklungshilfeministe­rium, helfen den Ärmsten: den kleinbäuerlichen Familien, Frauen, Jugendlichen. Mit Forst­wirtschaft entstehen wieder nachhaltig bewirt­schaftete Wälder, Wiesen und Felder. Vielen Dank für Ihre Unterstützung,. So müssen auch viele Arme  nicht mehr hungern! (LHL-Rundbrief Februar 2014)



November 2013

Neues Forstprojekt im Ostkongo

 Diese Geschichte hat im Kongo tiefen Eindruck hinterlassen: Vor zwei- oder dreihundert Jahren war Deutschland fast entwaldet – und dann hat es eine Kampagne zum Bäume- pflanzen gegeben, und heute haben wir ganz viele Wälder. Heinz Rothenpieler und der Tropenforstwirt Philipp Jülke waren im Oktober und November im Ostkongo, wo fast sämtliche Berge (bis 3.000 Meter hoch) inzwischen entwaldet sind und wir ein neues Aufforstungsprojekt beginnen konnten. Und die Menschen schöpften Hoffnung aus der Geschichte Deutschlands. Ja, auch die entwaldeten Flächen Afrikas können wieder bepflanzt werden. Jetzt aber mit dem „Sekun­därwald“ - und der braucht forstwirtschaftliche Betreuung. Und genau das ist Sinn und Zweck des neuen Projektes von LHL, das vom BMZ gefördert wird. Die gesamte Kivu-Provinz im Ostkongo kennt keine Forstverwaltung. Der LHL-Förster Philipp Jülke hat mit einer fachlichen Ausbildung der Partner begonnen – das muss in Zukunft fortgesetzt werden.


Und Heinz Rothenpieler hat sich um die Volksversammlungen gekümmert und geführt – wie hier auf dem Foto in Businga im Ruzizital, auf dessen anderer Seite schon Ruanda ist. Denn ohne tatkräftige freiwillige Mithilfe der Bevölkerung lässt sich keine Aufforstung bewältigen. Sie geschieht im Rahmen der „Salongo-Arbeit“ und ist dadurch eine „lokale Eigenbeteiligung“ - denn diese macht Projekte in dieser Größenordnung erst möglich...     

Heinz Rothenpieler (Weihnachts-Rundbrief 2013)


Geben kongolesische Ziegen wirklich keine Milch?

Eine spannende Antwort - unter jungen Zeugen - finden Sie hier


Mai 2013

Forstwirtschaft für den Ostkongo

Unsere Projekte im Ostkongo sind in einem Übergang: In den letzten Jahren konnten unsere Partner Flächen mit insgesamt Tausenden von Hektaren in den bisher entwaldeten Regionen der Provinz Südkivu aufforsten. Doch jetzt fehlt die Forstverwaltung. „Forstwirtschaft/Forstmanagement“ sind weitgehend ein Fremdwort in Zentralafrika. Verständlich: Früher hatten die Dörfer den scheinbar unerschöpflichen Primärwald, ihren Urwald vor der Haustüre. Da musste nichts verwaltet wer­den. Aber die Nutzung war nicht nachhaltig, der Holzbedarf im Ostkongo vor allem für Haushaltsenergie der Provinz­hauptstadt Bukavu, inzwischen eine Millionenstadt, ist immens. Der gepflanzte Sekundärwald benötigt eine Forstverwaltung, damit auch künftige Generationen den Wald nutzen können. Das ist Hauptzweck eines neuen Projektes, welches wir vorbereiten und wofür wir hoffen, in den nächsten Monaten vom deutschen Entwicklungs­mini­sterium einen Zuschuss zu bekommen. Eine ganz zentrale Stellung hat darin die Volksbildung, „ländliche Volkshoch­schule“ nennen wir das und für die Jugend, die „Marafiki wa Mazingiras“ (Freunde der Natur), bei der all das gelehrt werden soll, was für eine nachhaltige Waldwirtschaft nötig ist – vom Kompostieren bis zur Agroforstwirtschaft. Heinz Rothenpieler

Rundbrief LHL Frühling 2013


Schwarzes Gold für Afrika

In den nächsten Wochen sollen – sofern uns der beantragte Zuschuss des Landes NRW bewilligt wird – endlich die schon 2012 geplanten Seminare mit unserem Kompostspe­ziali­sten Abdallah Diop in Nigeria und im Ostkongo statt­finden. Wir danken allen ganz herzlich, welche mit ihrer Osterspende uns für die benötigte „Eigenleistung“ unterstützt haben, die jetzt fast beisammen ist. Unsere Partner warten schon ungeduldig auf dieses in beiden Regionen dringend benötigte Fachseminar. (H. Rothenpieler, Rundbrief LHL Frühling 2013)


Hier Berichte über die ersten Ziegeleien im Ostkongo.





Aktuelle Projekte im Kongo

Der Kongo ist „potentiell“ ein reiches Land, könnte „Kornkammer Afrikas“ sein. Aber staatliche Misswirtschaft, außerordentlich schlechte Infrastruktur und vor allem die Kriege im Osten plünderten das Land aus. Genauso verarmt sind inzwischen die Böden vieler Bauern. Die Felder geben nichts mehr her.

Neue Wälder, Öfen und Agroforstwirtschaft für den Kivu“ heißt das Programm von LHL für den Ostkongo. Hier sollen in den nächsten Jahren mit unserer erfahrenen Partnerorganisation ADMR nicht nur rund 20 qkm kahle Flächen aufgeforstet werden. Und die Bauern im LHL-Projekt erlernen einen Feld-Waldbau (zur Verbesserung der Böden), Obstbäume zu veredeln und möglichst auch Terrassenwirtschaft, um bessere Anbaubedingungen zu haben und ihren Beitrag zur Ernährungssicherheit der dichtbevölkerten Kivu-Region zu leisten. Weitere LHL-Vorhaben sind ein Waldkindergarten, die Entwässerung einer versumpften Tal­aue und viele verbesserte Lehm- und Tonöfen.




Wie Niedersachsen den Reisanbau am Tanganjikasee fördert.

Hier weiterlesen


BMZ fördert Ziegeleiprojekt

Das Entwicklungshilfeministerium hat am 17. Juni 2011 das Projekt "Gründung von Ziegeleien im Kongo" von LHL bewilligt, mit einem Zuschuß von 102.312 Euro. In den nächsten 12 Monaten sollen in verschiedenen Regionen des Kongos 5 Ziegeleien gegründet werden. Gesamtkosten: 136.416 Euro. Davon muß LHL mit weiteren Partnern in Deutschland aus Spendenmitteln 13.642 Euro aufbringen und die Partner im Kongo 20.462 Euro. Dieser letztgenannte Betrag muß übrigens nicht in Barmitteln eingebracht werden, sondern ist freiwillige Arbeitsleistung von Mitgliedern und Freunden unserer Partner im Kongo zur Errichtung von Gebäuden zur Unterbringung der Ziegelpressen. Unsere Projektpartner befinden sich in Kilueka im Bas-Congo, in Lubefu in Kasai, in Mushenyi, Burhinyi und in Nyangezi in der Provinz Süd-Kivu. Die letzten drei Ziegeleien sollen vor allem von ehemaligen Kindersoldaten betrieben -und zwei davon sogar in eine Stiftung eingebracht werden. Die Stiftung soll dann einen Waldkindergarten und eine Waisenkinderschule fördern. Die anderen Ziegeleien sollen auf genossenschaftlicher Grundlage geführt worden. In Lubefu existiert die Genossenschaft bereits, in Kilueka und in Burhinyi werden die Genossenschaften in den nächsten Wochen gegründet. Das Projekt fördert die Anschaffung von Ziegelpressen, mit denen dann nicht mehr nur Ziegelsteine gebrannt werden müssen, sondern vier weitere Herstellungsmöglichkeiten sich auftun. Und nicht nur Ziegelsteine können hergestellt werden, sondern mit weiteren Formen auch Bodenplatten und vor allem Dachziegel, die bisher in den meisten Regionen des Kongos entweder unbekannt oder unerschwinglich teuer sind. Insgesamt rechnen wir mit 600 neuen Arbeitsplätzen durch dieses Projekt, wodurch weitere 4.000 Familienangehörige ein Auskommen finden.  


Wie in Burhinyi die (Gemüse-)Saat dank Bingo-Stiftung aufgeht und was afrikanische Selbsthilfe sonst noch bewerkstelligt




Die Frauen Burhinyi's haben sich nämlich Antonius engagiert, der vier Wochen nach dem Gemüseseminar über 50 von ihnen den Bau von holzsparenden Lorena-Öfen beigebracht hat - auf eigene Kosten, weil dafür die ersten Genossenschaftsanteile investiert wurden! Eine Hilfe aus Europa war nicht nötig!



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Berichte aus dem Kongo, aus Äthiopien und aus Nigeria

Reisetagebuch von LHL-Mitarbeiter Heinz Rothenpieler auf dem Jugendserver Niedersachsen.


Der Kongo hat bei L-H-L eine neue Adresse:


Regenwald Kongo

www.kongo.l-h-l.org