Pyrolyse bei LHL in Burkina Faso

Juni 2015

Bingo-Umweltstiftung fördert Markteinführung von

umweltfreundlichen Pyrolysekochern in Burkina Faso


 

Die Pellets und der Pyrolysekocher finden auf einer Messe in Burkina Faso großes Interesse

Der Verein "Lernen-Helfen-Leben" in Vechta setzt seine erfolgreiche Arbeit in Ouagadougou fort, schreibt die Bingo-Umwelstiftung. Für die Hauptstadt von Burkina Faso hat er sich das Ziel gesetzt, Schritt für Schritt den Verbrauch von Brennholz und damit den Ausstoß von CO2 zu reduzieren, Atemwegserkrankungen zu vermeiden und die Bodenfruchtbarkeit zu steigern. Die Niedersächsiche Bingo-Umweltstiftung, die den Verein jetzt ein zweites Mal mit diesem Anliegen fördert, "ist von den Planungen beeindruckt, die nach und nach auf eine integrierte und nachhaltige Umgestaltung eines Teils der Brennstoff- und Düngerversorgung und der Entsorgung von Haushalten hinsteuern", sagt Stiftungsgeschäftsführer Karsten Behr.


Der Kocher soll vor Ort mit Lehm ummantelt werden, um noch mehr Wärme halten und in den Topf leiten zu können.

Im Mittelpunkt der Planungen stehen Pyrolysekocher, mit denen Haushalte und Restaurants ausgerüstet werden. Während im vorigen Jahr 125 Geräte herkömmliche offene Holzkohleöfen ersetzten, sollen in diesem Jahr 300 Pyrolysekocher verkauft werden. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung steuert 24.400 Euro zu den Kosten bei und sagt weitere 5.500 Euro zu, falls für die Einfuhr der Kocher Zoll erhoben werden sollte. Im vorigen Jahr unterstützte die Stiftung die Kocher-Aktion mit 28.000 Euro.

Das Geld ist gut angelegt, denn der Einsatz der mit Pellets aus Schilfgras und Ölmandelschalen betriebenen Pyrolyse-Geräte sorgt durch Vergasung für einen nahezu rauchfreien Kochprozess. Dagegen verursacht die Nutzung von Holzkohle in geschlossenen oder halb geschlossenen Räumen Atemwegs- und Augenerkrankungen. Für ein Kilo Holzkohle werden fünf bis sieben Kilo Holz benötigt, es müssen also viele Bäume gefällt werden. Dagegen kann man aus den Rückstanden des Pyrolyseprozesses in Kombination mit menschlichen Fäkalien Dünger gewinnen, welcher der lokalen Landwirtschaft als günstiges Betriebsmittel zur Verfügung gestellt werden kann.


Kochen mit dem Pyrolysekocher ist eine feine Sache! Sogar Fufu gelingt!

"Das Nachfolgeprojekt soll zudem den Markteintritt ermöglichen, indem Vertriebspartner zur Verbreitung der Pyrolysekocher gefunden werden. Mit Hilfe der Öffentlichkeitsarbeit wollen wir das Bewußtsein der Bürger als potenziellen Kunden schärfen", sagt Jürgen Marquardt von "Lernen-Helfen-Leben".

Der Verein kooperiert mit der "Gesellschaft zur Förderung und Entwicklung der Umwelttechnologien an der TU Hamburg-Harburg". Der hoch effiziente Kocher wurde von der Technischen Universität Harburg entwickelt.

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Die Stiftung finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie.


Und besonders wichtig: Der CO2-Ausstoß ist minimal!


Januar 2015

Bingo-Umweltstiftung fördert LHL für umweltfreundliche

Kocher in Burkina Faso

Jörg Fingas zeigt auf den 3. Barnstorfer Pyrolysetagen wie der Ofen funktioniert.

Ein Ofen, der keine Asche produziert - der Traum jeder Frau heute in Afrika! Möglich ist dies mit der Pyrolysetechnik. Mit Biomasse "verkohlt" dieser Ofen erstmal schlicht und einfach Holzkohle, die dann entweder in einem weiteren Kochvorgang verbrannt werden kann - oder als hochwertiger Dünger eingesetzt wird. All dies ist in der Entwicklungshilfe neuerdings der große Renner, denn immer noch wird weltweit vor allem mit Holzkohle gekocht - und dafür verschwinden immer mehr Wälder. Dies möchte der Verein Lernen Helfen Leben aus Vechta neuerdings mit einem Projekt in Burkina Faso stoppen,, das von der Bingo-Umweltstiftung gefördert wird.

Um die dort verbreiteten umweltschädlichen offenen Holz-Öfen zu ersetzen, will LHL Pyrolysekocher in Ouagadougou verteilen. In der Hauptstadt sollen die Kocher zunächst in 125 Haushalten und Restaurants eingesetzt werden. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert das Vorhaben mit 28.000 Euro. „Pyrolysekocher reduzieren Holzeinschlag und CO2-Emissionen, tragen zur Vermeidung von Atemwegserkrankungen bei und fördern die Gewinnung von Terra Petra, mit der die Fruchtbarkeit der Böden gefördert kann“, lobt Stiftungsgeschäftsführer Karsten Behr die Öfen.

Der Verein in Diepholz/Vechta arbeitet eng zusammen mit der Gesellschaft zur Förderung und Entwicklung der Umwelttechnologien an der TU Hamburg-Harburg (GFEU). Die Tüftler an der Uni in Harburg haben eine hocheffizienten Kocher entwickelt, dessen Flamme regulierbar ist und ohne Rauchentwicklung brennt, ähnlich wie die eines Gasherds. Als Brennstoff dienen Pellets aus Abfällen der Balanites-Mandel-Öl-Produktion. nach der Vergasung entsteht letztlich pflanzliche Kohle, die in Verbindung mit organischem Hausmüll und sanitären Abfällen zu dem Dünger "Terra Preta" verarbeitet werden kann. Das steigert die Bodenfruchtbarkeit ganz erheblich und ermöglicht damit ein wesentlich stärkeres Pflanzenwachstum.

"Pyrolyse-Öfen, Pellets und die pflanzliche Kohle sind Ausgangspunkte für eine sich selbst tragende Kette der Wertschöpfung und Verwertung", sagt Jürgen Marquardt vom Verein Lernen-Helfen-Leben e.V. Zudem werden Handwerker qualifiziert, die wiederum andere Handwerker ausbilden, um die Pyrolysekocher mit einfachen Mitteln nachbauen zu können.

Die niedersächsische Bingo-Umwelt-Stiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Die Stiftung finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie.

Auf dem Foto ist Jörg Fingas, der das LHL-Projekt in Burkina-Faso betreut vor einem Modell eines Pyrolyseofens zu sehen. Die Aufnahme stammt von den 2. Barnstorfer Pyrolysetagen, die im Oktober 2014 im Welthaus Barnstorf stattfanden.

Links:

Jugendserver Niedersachsen

Bingo-Umweltstiftung

GFEU-Hamburg