Wasser


... ist kostbar - das merkt man vor allem, wenn nicht genug davon da ist.



Trinkwasser wird im ländlichen Nigeria vorwiegend in Plastikbeuteln abgepackt (aus Kostengründen) und das hat den Nebeneffekt, daß die gesamte Landschaft übersät ist mit leeren Plastikbeuteln, die dort nicht so schnell "grundwasserneutral" verrotten wie angeblich in Zentraleuropa, wo's häufiger regnet... Aber auch die Plastikflaschen, die in den Städten bevorzugt verkauft werden, bleiben für Jahre in der Landschaft liegen oder sammeln sich in den Abwässerkanälen, wo es dann in den Regenzeiten zu Verstopfungen und Überflutungen kommt.


Hier sehen wir das "Gerolsteiner" in Nigeria. Von einem Wasserverkäufer am Straßenrand. Das Geschäft lohnt sich. Wo's heiß ist, hat der Mensch Durst...



Auch im Kongo müssen schon Kinder täglich Wasser holen. Hier ein Photo aus Luhwindja, Südkivu, Juli 2008

Glücklich schätzt sich, wer einen Brunnen sein eigen nennen kann...




Eine Gruppe von Jugendlichen mit einem neuen Brunnen im Senegal Bild M.W.

Kein Grund zur Besorgnis, daß LHL sich jetzt auch noch im Senegal engagiert. Aber wir verfolgen doch aufmerksam, was M.W. tut - mit ihm haben wir ja das Brunnebauprojekt in Ghana in 2006 organisiert. Er hat sich in Senegal niedergelassen, um für private Personen und Institutionen Brunnen zu erstellen.
Sein Leben ist einigermaßen entbehrungsreich, aber es ist immer wieder eine große Freude für ihn, Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Und seine Technik wird immer ausgefeilter. Derzeit entwickelt er seine Pumpe weiter, so saß sie elektrisch betrieben werden kann, und zwar mit einem schlichten Scheibenwischermotor, der auf 12 Volt läuft. Wir haben dazu zwei kurze Filme per Email bekommen.

Der vornehmste Traum von M.W. ist, eine Brunnenbauerschule zu eröffnen, wo Handwerker ausgebildet werden können, die dann im ganzen Lande ihre Dienste anbieten können. Liebend gern würden wir M. W. auch nach Benoye (Tschad) oder nach Kaduna (Nigeria) vermitteln, wozu uns aber noch die Geldmittel fehlen... (LHL-Rundbrief Dez.07)