LHL-Presse


Endlich unter einem Dach


- Irene Freimark-Zeuch besuchte im Kongo ein Frauenprojekt. Benötigt werden ein Geländewagen und Rinder für die Feldarbeit.

Artikel im Soester Anzeiger, 31.12.09 (430 kb, pdf)



Rheinische Post, 10. Dezember 2009
----------------------------------------------------------------------------------------------

Die Fernsehstation RTL-Hessen weist Ende November 2009 öffentlich auf Lernen Helfen Leben e.V. hin. Und zwar im Zusammenhang mehrerer Filmberichte über die Tätigkeit der kongolesischen Honorarkonsulin Odette Maniema Krempin - die dann etwas später in arge Kritik geraten ist. Hierzu weitere Infos in unserem Kongopresse-Tagebuch, Anfang Dezember 2009...

Hier der Text:

So können auch Sie afrikanische Jugendliche und Prinzessin Odettes Hilfsorganisationen unterstützen:

Lernen-Helfen-Leben e.V.

Der parteipolitisch und religiös unabhängige Verein verfolgt gemeinnützige bzw. mildtätige Wohlfahrtsprogramme z.B. im Kongo, in Nigeria und Im Tschad. Vom Lokalradio bis zum Schutz des Regenwaldes – die Projekte, die an die Gegebenheiten vor Ort angepasst sind, können von Ihnen unterstützt werden:

Spende:

Kontonr.: 135 875 800

BLZ 280 641 79

Volksbank Vechta 

Mitgliedschaft:

Mit monatlich 6 € können Sie Mitglied im Verein werden und so regelmäßig helfen. Weitere Informationen hierzu und zum L-H-L finden Sie hier

-------------------------------------------------------------------------------------------

Bericht auf der Website des Franz-Jürgens-Berufskollegs in Düsseldorf über die Veranstaltung am 30.10.09
-------------------------------------------------------------------------------------------

Diepholzer Kreiszeitung, 19. Okt. 2009

Verein „Leben – Helfen – Lernen“: Holz sparender Herd für Nigeria vom UN-Klimabüro anerkannt

Weltweit einzigartiges Projekt

Diepholz - Beim Vorstand des auch in Diepholz aktiven Vereins Lernen-Helfen-Leben (LHL) knallten die Sektkorken – bildlich gesprochen. Nach einem Vorlauf von nahezu drei Jahren wurde ein Projekt von LHL in Nigeria vom Klimabüro der Vereinten Nationen offiziell als CDM-Projekt nach dem Goldstandard anerkannt und registriert.


Gustav Schneider (2. Vorsitzender) und Heinz Rothenpieler (pädagogischer LHL-Mitarbeiter) mit dem Holz-Herd bei einem Probekochen hinter dem Agenda-Haus in Diepholz.

Konkret geht es um die Einführung von Holz sparenden Herden vom Typ SAVE80 in größeren Mengen in der Region um Kaduna im mittleren Nigeria.

Der von einem deutschen Ingenieur entwickelte Herd ermöglicht nicht nur eine Einsparung von Brennholz um 80 Prozent, dieser Herd verbrennt auch das Holz rückstandsfreier. Damit sind die Beeinträchtigungen, die durch den Rauch bei den üblichen offenen Feuern entstehen , nachhaltig gemindert.

Da dieser Herd aus hochwertigen Materialien gefertigt ist, um eine lange Nutzung zu ermöglichen, kann er in aller Regel nicht zum Gestehungspreis verkauft werden. Wie kann trotzdem dieser in Nigeria heiß begehrte Herd eingeführt werden? Erfreulicherweise gibt es seit einigen Jahren einen internationalen Handel mit Emissionsminderungszertifikaten, gemessen in Tonnen CO2, die vermieden werden. Je präziser es gelingt, die Vermeidung des Ausstoßes von klimaschädlichem CO2 nachzuweisen, desto höher ist der Preis pro Tonne.

Wenn man diese Schwierigkeit richtig einschätzt, ist das Projekt von LHL in Nigeria besonders anspruchsvoll, weil es im Bereich der Haushaltsenergie angesiedelt ist. Die Überprüfung vor Ort in Nigeria, die vom TÜV Nord durchgeführt wurde, war ein wesentlicher Teil eines mühsamen und langwierigen Prozesses bis zur offiziellen Anerkennung durch das Klimabüro.

Ein Projekt wie das von LHL, bei dem Geld aus Emissionsminderungszertifikaten für die Förderung von verbesserten Herden in einer großen Anzahl von Haushalten eingesetzt werden, ist bisher weltweit das erste. Üblicherweise werden solche Mittel eingesetzt beim Bau von Wasserkraft- oder Windkraftwerken oder bei verbesserten großindustriellen Anlagen. Ein Projekt wie das von LHL hingegen erfordert sehr viel Vorbereitung und kontinuierliche Kontrolle der Ergebnisse bei einer großen Zahl von Beteiligten.

Darum ist ein solches Projekt auch bei größeren Institutionen bisher nicht zu finden.

Ohne das Geld, das von der Klimaagentur atmosfair gGmbH in Berlin zur Verfügung gestellt wird, hätte das SAV80-Projekt von LHL in Nigeria keine Chance. So können die Herde mit einem Preisnachlass von 50 Prozent verkauft werden, und das auch in der Regel nur über Ratenzahlungen.

Das ganze Projekt wäre aber überhaupt nicht auf den Weg gebracht worden, wenn LHL nicht mit dem in Kaduna ansässigen Verein DARE einen kompetenten Partner gefunden hätte. Dieser Verein wurde von Yahaya Ahmed initiiert, einem Journalisten, der viele Jahre bei der Deutschen Welle in Bonn tätig war. LHL und DARE verfolgen mit ihrem gemeinsamen Projekt nicht zuletzt das Ziel, den Verlust von Wäldern in Nigeria zumindest zu verlangsamen.

Trotz seines Ölreichtums ist der wichtigste Energielieferant in Nigeria Holz.


"Kochen auf Sparflamme"


15.10.09 - In der gedruckten Ausgabe des Soester Anzeigers erschien gestern ein Artikel über das LHL-Projekt in Nigeria. Hier die pdf-Datei (879 kb) mit der Veröffentlichung.


Afrika-Seminar der Hellweg-Region


Nigeria – Energiemangel beim Erdölexporteur
Dr. Paul Krämer (Lernen-Helfen-Leben e.V.)
(Hamm/Westfalen, 30. Mai 2009)

zum Beitrag von Heinz Rothenpieler (Lernen-Helfen-Leben) beim Afrika-Seminar






Nur kurz online: LHL-Nigeria-Projekt (in Zusammenarbeit mit atmosfair) in der ZDF-Umwelt-Sendung vom 28.6.09

---------------------------------------------------------------------------------------------------------
Soester Tagblatt, 5.3.09

Schüler helfen Mädchen im Tschad


04.03.2009 · SOEST -"Jarabe" heißt "Wir bauen das Land auf". Der Name ist Programm. Die Klasse 9a des Aldegrever-Gymnasiums packt an und hilf mit. Es ist den Jugendlichen wichtig, Kindern im Tschad eine Chance zu geben. Sie setzen sich dafür ein, dass auch die Mädchen in Sahel-Afrika Unterricht bekommen und etwas lernen, deshalb überreichten die Gymnasiasten gestern 600 Euro - Geld, das bei einer Verlosung, beim Basar, am Kuchenstand zusammenkam. Sie tragen damit dazu bei, das Schulgeld für die Mädchen aufzubringen.


Rüdiger Marquardt vom Verein "Lernen - Helfen - Leben", der eng mit der Organisation Jarabe zusammenarbeitet, besuchte die Schüler, und er bedankte sich bei ihnen für die Unterstützung. Der Vorsitzende machte auf die große Armut aufmerksam, er zeigte Bilder vom Schwarzen Kontinent. Rüdiger Marquardt: "Obwohl die tschadische Verfassung einen kostenlosen Schulbesuch vorsieht, muss trotzdem ein Schulgeld entrichtet werden. Und dazu müssen die Eltern noch vielfach das Gebäude selber errichten. Da wundert es nicht, wenn es vielfach - vor allem bei Grundschulen - nur zu einem Holzschuppen reicht, der sozusagen, jedes Jahr wieder aufgerichtet werden muss, weil in der Regenzeit so vieles verrottet ist."

(Natürlich ist "Rüdiger" Marquardt LHL-Vorsitzender, Herr Jürgen Marquardt, aber bekanntlich hören Journalisten nicht immer so genau hin...)
--------------------------------------------------------------------------------------------
Ein Bericht über eine Schulveranstaltung aus Dortmund (Ende Januar 2009) in den Dortmunder "Ruhrnachrichten"

Daß der "Imam und Pastor" in Nigeria leben und nicht im Kongo, die SAVE80-Kocher mehr durch CDM als durch Mikrokredite gesponsert werden, daß Pastor Wuye ein Protestant ist (die Ruhrnachrichten bedienen wohl immer noch eher einen katholischen Leserkreis) - nun ja, das haben hoffentlich wenigstens die Schüler kapiert. Der Journalist braucht offensichtlich eigentlich noch Nachhilfe, aber bei Erwachsenen ist das leider schlecht organisiert.

Und schließlich: Daß im Grund das Thema "Regenwald in Zentralafrika" im Mittelpunkt stand, kommt gar nicht mehr vor - als der Journalist kam, sprachen wir über die oben erwähnten Zusammenhänge.

Sowas kommt dann raus bei der Presseberichterstattung in Deutschland. Dabei ist der Artikel "an sich" gar nicht mal so schlecht:

In Soest stand letzten Herbst über einem Bericht des Nigeria-Projektes im dortigen Tagblatt als dicke Überschrift "LHL auf dem Holzweg". Nun ja. Wenn's denn sein muß... In Dortmund hat man wenigstens verstanden, daß Holz eingespart werden muß und dadurch die Umwelt geschont wird. Welch ein Fortschritt!







Projekte mit Menschen in Afrika

Diepholzer Kreiszeitung, 29.9.08

DIEPHOLZ/BARNSTORF (cm)

Gute Stimmung lag in der Luft, als am Freitagabend Mitglieder und Freunde anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereins Lernen-Helfen-Leben (LHL) im Diepholzer Rathaus zusammentrafen.

Der Vorsitzende Jürgen Marquardt begrüßte neben seinen Kollegen und Freunden von LHL, mehrheitlich aus dem Raum Diepholz, Vertreter von Partnerorganisationen aus dem Tschad, Nigeria, Kongo und dem Irak sowie Prof. Dr. Wilfried Schröder, Vorsitzender des Agenda 21 Fördervereins aus Diepholz, und den Vizepräsidenten des niedersächsischen Landtags, Vorsitzenden der Agenda-21 Stiftung und stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Diep holz, Hans-Werner Schwarz.

Förderverein und Stiftung unterstützen den Barnstorfer Verein nach Kräften, eine Hilfe. "Wir tun gut daran, denjenigen zu Helfen, denen es noch nicht so gut geht wie uns", so Prof. Dr. Schröder in seiner Rede, die er für seine Gäste ohne Probleme auch in Französisch und Englisch vortrug und damit Sprachbarrieren aus dem Weg räumte.

Bei der Feier '20 Jahre LHL' im Diepholzer Rathaus: (von links): Yahaya Ahmed aus Nigeria, Dr. Paul Krämer (Tropenarzt), Frau Bothmani aus dem Irak, Milisor Kourkaou aus dem Tschad, Abdallah Diop aus dem Tschad, Prof. Dr. Winfried Schröder aus Diepholz, LHL-Vorsitzender Jürgen Marquardt und Habiba Ahmed aus Nigeria.

Gegründet wurde Lernen-Helfen-Leben von Burghard Sievers im Jahr 1988 im Welt-Haus in Barnstorf aus dem Wunsch heraus, den Bedürftigen in Afrika bei den mehr oder weniger erfolgreichen Entwicklungsprojekten des Deutschen Entwicklungsdienstes DED beizustehen. "Mit den Menschen in Afrika, sollte die gemeinsame Aktion erwachsen, die zu einem besseren Leben verhelfen sollte, lernen, helfen, leben", sagt Jürgen Marquardt. Auch wenn es den Gründer schon bald wieder wegzog, sollte sein Projekt auch ohne ihn Stück für Stück wachsen.

1995 wurde der LHL beispielsweise von dem Entwicklungshelfer Reinhardt Hell-Neubert und dem Lehrer Milisor Kourkaou der Organisation JARABE um Hilfe gebeten, sich der desolaten Lage des tschadischen Schulsystems zuzuwenden. Nachdem durch den Verein Geld gesammelt hatte und mehrere Klassenräume erbaut wurden, ermöglichten einer Großzahl von Mädchen in der Region von Milisor Kourkaou den Besuch der Schulen. Auch in letzter Zeit kam es dank dem Aldegrever-Gymnasium aus Soest, der Realschule Diepholz oder dem Afrikatag der Graf-Friedrich-Schule zu Spenden aus der Region.

Bis heute folgten weitere Aktionen wie Pumpenprojekte im Senegal oder Aufforstungsprojekte im Kongo. Diese Hilfe sei "nachhaltiger und näher dran an den Menschen, als die staatliche Hilfe", so der Agenda 21 Stiftungsvorsitzende Hans-Werner Schwarz, worauf Abdallah Diop, Partner der LHL aus dem südlichen Tschad, ergänzte, dass Aktionen, wie der Bau eines Schuldachs in Deutschland klein wirkten, in seiner Heimat aber "große Wirkung" haben würden.

Anschaulich wurde die Arbeit durch die Entwicklung eines äußerst effizienten Holzherds, dem "Save-80" und eines Wärmebehälters für Speisen, der "Wonder Box", um dem hohen Holzverbrauch der Bewohner von Nigeria und dem damit verbundenen Baumsterben entgegen zu wirken.

Zwischen den beeindruckenden Beiträgen der Diepholzer Förderer und ihrer afrikanischen Partner untermalte der in Senegal lebende Musiker Martin Wobken mit stimmigen Gitarrenklängen und Liedern den deutsch-afrikanischen Abend.

Den erfolgreichen Abend rundete ein kleines Buffet ab, bei dem sich die Anwesenden für das an junge Leute gerichtete Seminar "Afrika - zwischen Handelsbarrieren und Klimaschutz" stärkten, das am Wochenende mit den afrikanischen Partnern im Barnstorfer Welthaus stattfand. • 29.09.2008



PRESSEERKLÄRUNG LHL vom 16.9.08

19.9.08, Düsseldorf: Karin Kortmann kommt im Solarauto


UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon fährt im Solarauto zum Büro“ war die Nachricht, die vor ein paar Tagen im Düsseldorfer Büro von Lernen-Helfen-Leben e.V. (www.l-h-l.org) auf den Tisch flatterte. Na, läßt sich sowas nicht auch in Düsseldorf machen? Aber ja, verfügt doch das Franz-Jürgens-Berufskolleg in Bilk über SAM, ein SolarAutoMobil. „Ja, das fährt“, hatte neulich Hubert Ackermann, Berufsschullehrer und Mitbegründer des dortigen Eine-Welt-Labors gesagt. LHL kooperiert schon seit zwei Jahren für das Nigeria-Projekt mit dem Eine-Welt-Labor. Und das ist gespickt voll mit Solartechnik, bildet nicht nur Elektriker sowie Sanitär- und Heizungstechniker aus, sondern auch ausländische Studierende und Schüler anderer Düsseldorfer Schulen, die zu Projekttagen in die Bilker Färberstraße kommen. Und als Gastrednerin hat sich für diesen Freitag die Düsseldorfer Staatssekretärin im Entwicklungshilfeministerium, Frau Karin Kortmann, angesagt. Thema: Das BMZ und Nichtregierungsorganisationen. Also: Wir wollen wissen, wie sich das mit staatlicher und nicht-staatlicher Entwicklungshilfe verhält. Für einen vor allem ehrenamtlich tätigen Verein wie LHL (und viele andere) ein durchaus spannendes Thema. Aber LHL hat auch Gäste aus Afrika in Düsseldorf zu Besuch: Yahaya Ahmed, ein früherer Redakteur der Deutschen Welle in Bonn, kümmert sich jetzt mit seiner Frau Habiba Ali um holzsparende Öfen in seiner Heimat. Beide stellen ihr Projekt am Freitag im Berufskolleg vor. Dann Milisor Kourkaou und Abdallah Diop aus dem Tschad. LHL fördert in diesem Land u.a. den Schulbesuch von Mädchen. Und auch der deutsche Entwicklungshelfer Martin Wobken kommt, der im Senegal junge Leute im Brunnenbau ausbildet. Frau Kortmann soll nun vom Hauptbahnhof mit dem Solarauto abgeholt werden. Immerhin fahren diese in Düsseldorf noch nicht an jeder Ecke rum. Der „große Bahnhof“ für Frau Kortmann findet dann am Freitag, 19.9. gegen 17.45 Uhr vor dem Franz-Jürgens-Berufskolleg in der Färberstraße statt. Und anschließend will LHL dort im Rahmen der Düsseldorfer Eine-Welt-Tage seine Projekte in Afrika zum Thema „Bäume – Öfen – Brunnen - Afrikanische Zukunftsprogramme“ vorstellen. Zu sehen ist übrigens im Berufskolleg außerdem noch die Photoausstellung "Augenblicke" von dem französischen Photographen Hervé Vincent, der seit über 30 Jahren Bilder von den Bewohnern des Luberon (Provénce) macht. Seit mehreren Jahren reist er regelmäßig mit seiner Kamera durch den Tschad. Er zeigt Szenen, die uns berühren und uns nachdenklich machen. Dies ist eine Leihgabe der französischen LHL-Partnerorganisation L'Appel. Marcel und Francoise Vogelsberger von L'Appel-Essone sind nach Düsseldorf gekommen und werden ab 16 Uhr durch die Ausstellung führen. Zuschauer und Zuhörer ausdrücklich erwünscht!  

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Hilfsprojekte mit Partnern in Afrika

Verein Lernen-Helfen-Leben feiert 20-jähriges Bestehen

Artikel im Diepholzer Kreisblatt, 8. Sept. 2008

DIEPHOLZ/BARNSTORF Der Verein Lernen-Helfen-Leben (LHL) feiert Geburtstag: Er wurde 1988 in Barnstorf gegründet und ist nun 20 Jahre jung. Gerade in den letzten Jahren haben sich die Aktivitäten des Vereins zur Förderung von Projekten in Afrika beachtlich ausgeweitet.

Vorsitzender Jürgen Marquardt (Vechta): "Der Verein Jarabe im südwestlichen Tschad ist weiterhin ein bevorzugter Partner von LHL, weil die politischen Verhältnisse so schwierig sind, dass wir unsere langjährigen Partner bei ihren Planungen wirklich nicht im Stich lassen dürfen. LHL ist glücklich, dass wir Anfang des Jahres mithelfen konnten, einen zusätzlichen Klassenraum für das Lycée (weiterführende Schule/Gymnasium, d. Red.) zu erstellen."

Mit Hilfe privater Spenden ist es vor kurzem gelungen, einer Initiative von Müttern in einem abgelegenen Dorf zu ermöglichen, ein festes Dach auf die von ihnen ohne auswärtige Hilfe und ohne Unterstützung der Väter gebaute Grundschule aufsetzen zu können.

Die Realschule in Diepholz hatte schon 2006 einen Betrag dafür gespendet.

Es sind zwei große weitere Projekte dazu gekommen. In Nigeria kooperieren Lernen - Helfen - Leben mir der einheimischen Organisation Dare, um einen hoch effektiven Holzherd einzuführen, der nur ein Fünftel des sonst benötigten Brennholzes erfordert und viele weitere Vorteile hat.

Dieses Projekt hat Pilotcharakter und ist daher im März von der gGmbH Atmosfair in Berlin gefördert worden.

Weiterhin hat in diesem Jahr ein größeres mehrjähriges Projekt der Wiederaufforstung und des Agroforesting im östlichen Kongo begonnen, welches vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird.

LHL möchte seine Aktivitäten einer größeren Öffentlichkeit vorstellen und hat mehrere Veranstaltungen in der zweiten Septemberhälfte vorbereitet.

Die zentrale Veranstaltung wird am Freitag, 26. September, um 18 Uhr im Rathaus der Stadt Diepholz stattfinden. Dort werden auch alle unsere Gäste aus Afrika ihre Projekte vorstellen.

Am Wochenende 27./28. September führt Lernen - Helfen - Leben in Kooperation mit dem niedersächsischen Umweltnetzwerk "Janun" ein Seminar in Barnstorf durch, das von jungen Leuten vorbereitet wird und sich an junge Leute wendet, die Interesse an Kontakten zu Afrika und an Diensten in Afrika haben.

Die Gäste aus dem Tschad, aus Nigeria, aus dem Kongo und aus dem Senegal stehen darüber hinaus für Veranstaltungen in Schulen und Vereinen zur Verfügung. (Telefonische Kontaktaufnahme unter 04441..., 05441-4798 oder 0211-312608).

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage von LHL e.V. www.l-h-l.org. • 08.09.2008

-----------------------------------------------------------------------------------------

LHL im Greenpeace-Magazin

In der Ausgabe 4.08 des Greenpeace-Magazins (524 kb, pdf) ist ein Artikel über unser Projekt mit dem holzsparenden SAVE80-Kocher in Nord-Nigeria erschienen. In dem Artikel werden sechs Unternehmen vorgestellt, die sich dem Thema CO2-Reduzierung widmen. Zurückgehend auf die Beschlüsse der Klimakonferenz in Kyoto wird von den untersuchten Firmen die Möglichkeit geboten, die hier erzeugten CO2-Klimagase durch CO2-Einsparprojekte in der Dritten Welt auszugleichen (im Fachjargon als Clean Development Mechanism bezeichnet). Wie in vielen anderen Ländern auch dringt im Norden Nigerias jedes Jahr die Wüste weiter in den Süden vor. Nigeria hat nur noch 35 % der ursprünglichen Wälder, im Norden ist schon alles abgeholzt - und überall wird noch auf dem Drei-Steine-Ofen mit reichlich Holz – wenn es feucht ist auch mit viel Kerosin - gekocht, das inzwischen teurer ist als das Essen.


Bild: Unser Holzsparkocher SAVE80 bei einer Vorführung in einer Dorfgemeinde

Unser hocheffizienter Holzsparkocher SAVE80 mindert den Holzverbrauch um 80%. Unser Projekt entwickeln wir zusammen mit atmosfair, einer der sechs Anbieter von CDM-Projekten. Die 80% Einsparung muss nicht nur in Feldversuchen bewiesen werden, sondern auch durch ständiges Monitoring nachgewiesen werden. Dieses verlangt der Gold-Standard, die strengste aller Richtlinien, die nur wenigen Anbietern als Maßstab dient. Es ist daher kein Wunder, wenn atmosfair auch in diesem „Test“ als Sieger hervorgeht.




Bild: SAVE80 mit zwei Frauen (Habiba und Kathrin) und 15 Männern


-------------------------------------------------------------------------------------------

Der Spiegel Nr.19 vom 5. Mai 2008 befasst sich mit dem Thema "Verbraucherschutz" und mit dem Wert zertifizierter Prüfsiegel. Zum Schluß wird "atmosfair" erwähnt, welches für das Nigeria-Projekt von LHL den CDM-Gold-Standard anstrebt.
-------------------------------
Eine Bericht über das LHL-Nigeria-Projekt auf der Webseite von DIE GRÜNEN in Soest
-------------------------------
Bericht über die atmosfair-Preisverleihung im Soester Anzeiger vom 26.3.08
-------------------------------
Presseerklärung von LHL vom 20.3.08 zur Verleihung des Klimaschutzpreise von atmosfair (pdf, 239,5 kb)
-------------------------------

Diepholzer Kreiszeitung 25.2.08

Presseerklärung vom 8. Februar 2008 zu den Unruhen im Tschad

Die militärischen Auseinandersetzungen in der Hauptstadt N’Djamena und die sich verschlechternden politischen Rahmenbedingungen in der Republik Tschad geben uns Anlaß zu großer Sorge. Zwar gelang es dem Präsidenten und seinen Anhängern, die Angriffe von drei vereinigten Rebellengruppen abzuwehren, dies gelang aber nur, weil ihm wieder einmal die französische Garnison im Lande zumindest logistisch half und weil der Präsident seine wenigen noch ihm ergebenen Truppen mit teuren Waffensystemen ausgerüstet hatte. Das Geld dafür hatte er genommen aus dem Verkauf des im Süden des Landes geförderten Erdöls. Im Widerspruch zu früher gegebenen gesetzlichen Zusicherungen benutzte der Präsident die Gelder statt für die Bekämpfung der Armut im Lande für den Kauf von Waffen.

Die sich verschlechternde politische Lage zeigt sich darin, dass eine ganze Reihe von Politikern aus oppositionellen Parteien noch während der Kämpfe um die Stadt verhaftet wurden und seitdem nicht auffindbar sind. Mitglieder von LHL haben den Präsidenten des Tschad und den Botschafter des Tschad in Brüssel schriftlich gefragt, wo sich die Verhafteten aufhalten und auf welcher Rechtsgrundlage sie festgehalten werden. Zudem wurde gefordert, Rechtsanwälten den Zutritt zu gestatten und ggf. medizinische Hilfe zu leisten.

In der ganzen verfahrenen Situation gibt es einen kleinen Lichtblick: der Südwesten des Tschad, in dem der Partnerverein von LHL beheimatet ist, wurde bisher nicht von den Kampfhandlungen betroffen und ist bisher ruhig geblieben. Nach außen geht dort alles seinen ganz normalen Gang. Trotzdem müssen wir befürchten, dass die Kooperation mit unserem Partnerverein auf längere Sicht hin sehr erschwert sein wird. Dazu gehört, dass der Deutsche Entwicklungsdienst alle seine Mitarbeiter aus dem Tschad abgezogen hat. Er war für LHL immer eine wichtige logistische Stütze.

Wegen der wieder unsicher geworden Menschenrechtslage im Tschad wird es deutlich schwieriger werden, wenn nicht gar unmöglich, Sponsoren für anspruchvollere Projekt dort zu finden.

Wir befürchten außerdem, dass niemand von unserem Partnerverein unserer Einladung zu der Feier des zwanzigjährigen Bestehens von LHL im Herbst 2008 folgen kann. Umgekehrt kann kein Mitglied von LHL teilnehmen an der Feier des Partnervereins aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens.

Noch in einer anderen Weise ist LHL von den Auseinandersetzungen betroffen. In 2007 hat LHL ein größeres Projekt der Einführung von hocheffizienten holzsparenden Herden im Norden Nigerias begonnen. Dort ist unser neuer Partnerverein DARE gebeten worden, bei der Versorgung der tschadischen Flüchtlinge im nigerianischen Grenzland zum Tschad mit solchen Herden auszuhelfen, da es schon zu Streitigkeiten mit der ansässigen Bevölkerung um die letzten Holzvorräte gekommen ist.

Die politische Lage im der Republik Tschad und im Grenzgebiet zum Sudan, in Darfur, ist selbst für Fachleute schwer durchschaubar. Die Lage wird noch dadurch erschwert, dass China als Mitglied des UN-Sicherheitsrates bisher alle Beschlüsse zugunsten eines Schutzes der Flüchtlinge blockiert hat, weil es den Sudan als Lieferanten von Rohöl nicht verlieren will. (LHL)

---------------------------

LHL-Projekt als Musterschule im Tschad empfohlen

Diepholzer Kreiszeitung, 1. November 2007

------------------

LHL beim Evang. Kirchentag in Köln 2007

Auch beim diesjährigen Kirchentag war LHL wieder mit einem Stand vertreten. Aus Anlaß des Kirchentages formierte sich für den Bereich „Werkstatt Afrika“ im „Markt der Möglichkeiten“ ein Bündnis aus verschiedenen Organisationen, wobei Martin Zint von der Arbeitsgemeinschaft Erdölprojekt Tschad-Kamerun die Koordination übernahm. Der Zusammenschluß nennt sich „Rohstoffbündnis“. Eigentlich sollte jedes Land glücklich sein, viele Rohstoffe fördern und exportieren zu können. In der Regel aber sind Rohstoffvorkommen in Afrika ein Fluch für die betroffenen Regionen. Vor Jahren schon sagten afrikanische Teilnehmer bei einer Tagung in Loccum, dass sie jeden Tag darum beteten, dass man bei ihnen kein Erdöl finden möge. Ein überaus abschreckendes Beispiel ist Nigeria. Die Region im Süden, in der Erdöl gefördert wird, ist gekennzeichnet durch eine Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen, durch verbreitete und krasse Armut und durch kriegerische Auseinandersetzungen mit Rebellen. Obwohl Nigeria zu den größten Erdölexporteuren der Welt gehört, sind Benzin und Petroleum im Landes selbst so teuer geworden, dass sie kaum jemand bezahlen kann, wenn sie denn einmal wieder verfügbar sind.

So war das vorrangige Thema des gemeinsamen Auftritts beim Kirchentag die Erdölförderung in Afrika. Daneben ging es um andere wichtige Rohstoffe wie Diamanten und z.B. Coltan, ein seltenes Roherz, das für die Produktion von Handys wichtig geworden ist. Bei Diamanten wie Coltan beuten regionale Warlords die Lagerstätten ohne Rücksicht auf Mensch und Natur aus. Die beachtlichen Gewinne werden dazu genutzt, kleine Armeen zu schaffen, was im Kongo und in Guinea zu jahrelangen Bürgerkriegen geführt hat.

LHL widmete sich einem anderen wichtigen Rohstoff, dem Rohstoff des kleinen Mannes, der immer rarer und teurer wird: Brennholz. In den Ländern südlich der Sahara liefert das Holz zum Teil über 90 % der gesamten Energie. Die Folge ist eine rasante und kaum vorstellbare Vernichtung der Bäume und Wälder. Das ökologische Problem ist schon lange erkannt worden, doch es fehlt der politische Wille, der heraufziehenden Katastrophe entgegenzuwirken.


LHL-Stand beim Ev. Kirchentag in Köln 2007

(v.l.) Dr. Paul Krämer, Jürgen Marquardt, Siggi Kühn aus Bautzen – davor der  SAVE80-Holzsparofen mit der Warmhaltebox ("Wonderbox")

Schon lange gibt es Bemühungen, mittels Solarkocher dem Brennholzmangel zu begegnen. Aber wie sich gezeigt hat, werden sie nur dann angenommen, wenn wirklich kein Holz mehr zur Verfügung steht. Da treffen holzsparende Herde auf eine viel größere Resonanz. So stellte LHL auf seinem Stand einen solaren Boxkocher und einen genial einfachen, aber hocheffektiven Holzherd vom Typ SAVE80 vor, der in Deutschland hergestellt wird. Dieser Herd benötigt nicht nur deutlich weniger Holz als die offenen Feuer, er ermöglicht auch die Nutzung von Zweigen und kleinen Holzstückchen, die sonst nicht beachtet werden, und garantiert zudem noch eine bessere und fast rauchfreie Verbrennung (s. den folgenden Artikel).

Das „Rohstoffbündnis“ stellte sich in einer vierseitigen Beilage zur TAZ zum Kirchentag der breiten Öffentlichkeit vor. Dazu gehörte auch ein Interview mit dem Bundespräsidenten Horst Köhler.


-----------------------------------------------

Presseerklärung LHL vom 25.1.07


Bericht über die Arbeit von LHL e.V.

Kurz vor Weihnachten konnte J. Marquardt, der Vorsitzende von Lernen-Helfen-Leben e.V. , zwei Fotos aus dem Tschad per Email empfangen. Sie zeigen zwei Gebäude, die soeben fertig gestellt worden waren: das eine einen Klassenraum, das andere ein Gebäude mit zwei kleinen Zimmern für die Schulverwaltung. Beide Gebäude befinden sich in Moundou, der zweitgrößten Stadt des Tschad im Südwesten des Landes, und bilden den Abschluß der 2004 gegründeten gymnasialen Oberstufe. Dieses „LYCÉE D’AMITIÉ“ hat der Verein JARABE, der Partnerverein von LHL e.V., unter der Führung des Koordinators M. Kourkaou im wesentlichen aus eigenen Kräften geschaffen. Es gehörte schon eine gehörige Portion Gottvertrauen dazu, ein solches Projekt überhaupt zu beginnen, denn zu Beginn des dritten Jahrgangs waren die eigenen Ressourcen wirklich erschöpft. Der Verein LHL tat sein Möglichstes, um den Weiterbau zu ermöglichen. Zwei Mal wurde M. Kourkaou nach Deutschland eingeladen, in den Jahren 2005 und 2006, um selbst die Planungen und die Lebensum- stände in vielen Gruppen vorzustellen. So war er im März 2006 auch Gast der Vorstandssitzung des Agenda 21-Fördervereins in Diepholz. Das von ihm vorgetragene Projekt des Ausbaus der Bildungseinrichtungen von JARABE überzeugte, und so wurde mit großer Einmütigkeit beschlossen, dem Verein JARABE mit einem Zuschuß von Euro 2.500 unter die Arme zu greifen. So konnte der Aufbau vervollständigt werden. Ende Dezember legte der Verein JARABE dann seine Endabrechnung vor. Von den Baukosten von knapp € 10.000 wurden € 2.500 vom Agenda 21-Förderverein beigesteuert, von LHL e.V. insgesamt € 3.400, und die fehlende Summe wurde von JARABE aus eigenen Kräften beigesteuert. Es ist schon bewundernswert, was JARABE geschaffen hat, und man kann ohne Einschränkungen sagen, dass JARABE ganz vorn zu den am besten organisierten einheimischen Vereinen im Lande gehört.


Das Bild zeigt den Klassenraum Nr.6 des Lycées. Im Vordergrund ein durch Ziegelsteine vor Verbiß geschützter junger Baum.


Entwicklungshilfe, die diesen Namen verdient, kann nur dann nachhaltig sein, wenn es vor Ort afrikanische Partner gibt, die den Mut und die Ausdauer haben, über den Rahmen ihrer Familie oder ihres Clans hinaus zu denken. Das ist sehr schwer, wenn man täglich um das Überleben kämpfen muß. Wie arm die Menschen wirklich sind, ist nur schwer zu vermitteln. So gibt es z.B. für die 130.000 Menschen im Einzugsbereich von JARABE weder einen Arzt noch eine Hebamme und schon gar nicht einen Zahnarzt. Ein Lichtblick: seit Dezember 2006 ist es endlich möglich, über Mobilfunk ein Telefonat zu führen.

JARABE fällt es sichtlich schwer, die freiwillig übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Haushalte der Schulen müssen immer wieder angepasst werden, weil Schüler wegen Todesfällen in der Familie oder Erkrankungen nicht das vereinbarte Schulgeld zahlen. Auch im Umfeld der 2003 in der Nähe von Moundou begonnenen Erdölförderung breitet sich die Seuche AIDS aus. Um Schülern und vor allem Schülerinnen in solchen Notlagen zu helfen, hat LHL e.V. ein Hilfsprogramm geschaffen. Wer helfen möchte, kann auch noch den Vorteil erhalten, die Spenden steuerlich abzusetzen. Weitere Informationen unter Tel. 05445-1689.

---------------------------------------------------------------------------------------------


Ein Artikel der Westfalenpost in Soest vom 29.12.2006 über den Besuch der LHL-Delegation in London. (pdf 428 kb)