Archiv Veranstaltungen 2014

Oktober 2015

3. Barnstorfer Pyrolysetage
Prof. Otterpohl: "Landwirtschaftliche Böden in Niedersachsen und in Afrika verbessern!"
Am Wochenende fanden die „3. Barnstorfer Pyrolysetage“ statt. Freitagabend sprach Prof. Ralph Otterpohl von der Technischen Universität Hamburg deswegen in einer gutbesuchten Veranstaltung im Barnstorfer Ratssaal. Hier weiterlesen!


Oktober 2014
2. Barnstorfer Pyrolysetage

10.-12. Oktober 2014 im Bild...

Am Freitagnachmittag, die ersten Teilnehmer lernen sich kennen bei der kleinen Präsentation holzsparender Kocher von Richard Fetzner gegenüber dem Welthaus Barnstorf

Freitagnachmittag: Solch ein Kocher muss begutachtet werden. Wilfried Ollenburg erläutert das System...

Am späteteren Freitagnachmittag: Heinz Rothenpieler eröffnet die 2. Barnstorfer Pyrolysetage im Welthaus

Aussprache: Bernhard Müller gibt einen Beitrag

Richard Fetzner bei seinem Vortrag

Jörg Fingas...

Jörg Fingas, Christa Roth und Richard Fetzner bei der Podiumsdiskussion am Samstagnachmittag.

Am Samstagnachmittags war's dann soweit: Die "große" Kocherparade hinter dem Welthaus in Barnstorf. Jetzt durfte getestet werden...

Und zwar zu allererst der "kleinste Pyrolysekocher" der Welt - zum Selberbauen. Man nehme eine kleinere Konservendose, bringe einige Einkerbungen an, oben und unten, Luftlöcher zur Zirkulation von Sauerstoff und CO...

Die große Dose wird unten eingekerbt - irgendwo muss ja Sauerstoff reinkommen können - und bekommt oben ein rundes Loch...

... so sehen also die Einkerbungen aus...

... und dann wird die große Dose über die kleine gestülpt...

... die kleine war mit Pellets gefüllt worden und jetzt kann das Ganze angezündet werden und die Flamme arbeitet sich von oben nach unten durch die Pelletts...

...verkohlt diese und übrig bleibt keine Asche - sondern Holzkohle!

Funktioniert: Guschen und Philipp sind hochzufrieden!

Und hier also zwei Exemplare aus der Kocherwerkstatt von Bruchsal: rechts wird von Chantal der Basic-Kocher begutachtet, der schlicht und einfach Holz einspart und links ist der "Porsche" zu sehen, ein Pyrolysekocher. 




Da muss die Flamme durch - und ist hochzufrieden, weil der "Stern" genau der Flamme angepasst ist! Also sowas! "Flammenbündler" nennt sich das.









Experten beraten in Barnstorf über Einsatzmöglichkeiten der Pyrolysetechnik

Praktische Kocher für Afrika

Der Bericht in der Diepholzer Kreiszeitung


Ausloten der Möglichkeiten des Pyrolysekochers für Entwicklungsländer

  Kosten entnehmen Sie bitte dem Anmeldeformular (pdf, hier herunterladen)

Programm als pdf-Datei    /    Invitation


Le séminaire est en allemand et en français.

Invitation (pdf 199 kb)     *       Formulaire d'inscription  (pdf 75,9 kb)

Das Ziel der Pyrolysetage im Welthaus Barnstorf ist die Frage, wie einerseits die Brennstoffversorgung in afrikanischen Ländern verbessert werden kann und andererseits die landwirtschaftlichen Böden. Der Pyrolysekocher ist eine relativ einfache Technik, welches beides miteinander verbindet. Deshalb wollen wir bei diesem Seminar vor allem anhand von Beispielen aus Afrika untersuchen, welchen Beitrag der Pyrolysekocher und damit auch die Nutzung von Biomasse für die Entwicklung Afrikas haben kann und wie eine Popularisierung dieser relativ neuen Technik möglich ist.

Die 2. Barnstorfer Pyrolysetage finden statt von Freitag, 10. Oktober bis Sonntagmorgen, 12. Oktober im Welthaus Barnstorf. Namhafte Referenten haben bereits zugesagt. Anstelle von Prof. Otterpohl kommt sein Assistent, der Äthiopier Asrat Yemaneh aus Hamburg, aus Holland kommt Herr Marinus Stijn CEO der Firma Allgreen/Bio Oil Group, und Frau Christa Roth, die Ofenspezialistin von Food and Fuel Consultants. Auch Richard Fetzner und Jörg Fingas von „Climatefarming“, Tübingen wollen kommen, die schon seit Jahren an der Verbesserung der Pyrolysetechnik arbeiten.

Die Veranstaltung ist dem Gedächtnis an das langjährige LHL-Mitglied, den Tropenarzt Dr. Paul Krämer gewidmet, der uns 2013 kurz vor seinem plötzlichen Tod engagiert auf die Pyrolysetechnik als Option für Afrika hingewiesen hat.

Organisiert wird alles von Lernen-Helfen-Leben e.V., einem niedersächsischen Verein für Entwicklungszusammenarbeit. LHL befasst sich im Rahmen seiner entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Deutschland seit Jahren mit Themen im Bereich Aufforstung, holzsparende Öfen, erneuerbare Energien, Ausbildung in Afrika. Wir haben in der Vergangenheit schon sehr unterschiedliche Fragen untersucht, von der Kompostierung über Handwerkerausbildung bis zum Bau von Solarlampen. In Afrika sind wir derzeit in acht Ländern tätig.

Die 2. Barnstorfer Pyrolysetage sind kein Seminar für Spezialisten. Was hier verhandelt wird, versteht jeder und jeder kann mitwirken, jung und alt.

Die Veranstaltung wird von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert, die neben Projekten der Entwicklungszusammenarbeit auch Umwelt- und Naturschutzprojekte in Niedersachsen unterstützt.

Anreise: Die 2. Barnstorfer Pyrolysetage finden im Welthaus Barnstorf (Niedersachsen) statt. Dies liegt unmittelbar am Bahnhof Barnstorf der Strecke Osnabrück-Bremen. Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist also empfehlenswert. (Wegbeschreibung)

Geplanter Programmablauf (Stand: 25.9.14)

Freitag, 10. Oktober 2014

bis 17.00 Uhr Anreise,  Kaffee, Zimmerverteilung

15.00-17.00 Uhr – Extra-Präsentation von holzsparenden Kochern, die nicht auf Pyrolyse-Basis arbeiten durch Herrn Richard Fetzner auf dem Freigelände neben dem Welthaus Barnstorf

17.00 Uhr Eröffnung Begrüßung durch Vors. von LHL, J. Marquardt, Grußworte

18.00 Uhr : Das Haushaltsenergieproblem in Entwicklungsländern und die Pyrolysetechnik, Christa Roth (Food and Fuel Consultants)

19.15 Uhr: gemeinsames Abendessen

20.15 Uhr: Aussprache und Diskussionen, anschließend stellt Herr Marinus van Stijn, CEO von Allgreen/Bio Oil Group (Belgien) eine Großanlage der Müllverwertung für Länder des Südens vor, welche über das Pyrolysesystem sowohl Elektrizität als auch Öl produzieren kann.



Samstag, 11. Oktober 2014

09.00 Uhr Möglichkeiten mit der Terra-Preta Sanitation, Ecosan in Entwicklungsländern

In Afrika sind Böden schnell ausgelaugt. Kunstdünger ist zu teuer und hilft nur begrenzt. Der Äthiopier Asrat Yemaneh von der TU Hamburg zeigt auf, welche Möglichkeiten sonst noch bestehen.

10.00 Uhr Von der „Benzin-Kutsche“ zum „Porsche“: Was steckt alles noch in der Pyrolyse-Technik? Richard Fetzner

11.30 Uhr Neue Praxiserfahrungen mit dem Pyrolysekocher in Afrika, Jörg Fingas

13.00 Mittagessen

14.00 Uhr  Podiumsgespräch mit den Referenten: Wie weiter mit dem Pyrolysekocher? Jörg Fingas, Christa Roth, Richard Fetzner

Moderation: Heinz Rothenpieler.

16.00 Uhr  Workshop: Vorstellung von Praxisbeispielen aus dem Teilnehmerkreis, darunter: Vorstellung des „Kocherforums im Internet“

18.30 Uhr Abendessen, anschließend: gemütliches Beisammensein



Sonntag, 12.Oktober 2013

09.30 Uhr Abschlußgespräch, Resümee. Wo kommt der „große Durchbruch“ für den Pyrolysekocher? Wie können wir zum Thema weiterarbeiten. Gespräch mit Referenten und Teilnehmern.

12.00 Uhr Mittagessen, Abschluss der Veranstaltung.


    Nous sommes  membres de l’ONG allemande « Lernen-Helfen-Leben e.V. » et sommes
très engagés dans des projets dans plusieurs pays africains. 
Nous faisons des recherches intensives sur les foyers à basse consommation de bois et de charbon de bois.
Nous aimerions vous présenter toute une palette de foyers
très économiques fonctionnant au bois, au charbon de bois, aux herbes
séchées… 

 L’ensemble de ces foyers est une réponse durable et réaliste aux difficultés rencontrées par maint pays africains : déforestation, chômage et infertilité des sols.

 Nous aimerions ajouter que nous sommes une ONG et que nous ne voulons pas faire de profit, ni vendre ces foyers.




Die 2. Barnstofer Pyrolysetage werden gefördert von der Niedersächsischen

Bingo-Umweltstiftung        





September 2014

Ehrengast in Düsseldorf: Seine Exzellenz, Botschafter von Dschibuti

Wie die Agenda 21

eine ganz einfache Kocherrevolution förderte

Dem Kocher steht hoffentlich ein bahnbrechender Weg bevor“ hatte Kocherfreund Andreas Kontny bereits im Februar vorausgesagt und dann machte sich das „effektive Kocherteam“, ein Begriff, den der Ratinger Udo Fredmüller prägte, an die Arbeit. In Bruchsal betrieb Richard Fetzner seine „Kocher-Werkstatt“ und das „Kocherteam“ erhielt von dort fast täglich Statusmeldungen. Fetzner war sein
Berufsleben lang u.a. zuständig für die Heizungssysteme in den öffentlichen Gebäuden der Stadt Karlsruhe und nach seiner Pensionierung kam eines Tages seine Frau aus der Kirche heim und erzählte von Berichten, wie mühsam afrikanische Frauen auf dem Drei-Steine-Ofen kochen müßten.

Diesen "Basic-Kocher", der viel

Holz einspart, haben wir

"Fetzner-Kocher" genannt, weil

von Richard Fetzner entwickelt.

 „Gibts denn da nicht was Besseres? Kannst Du, Richard, da nicht mal schaun?“ Und Richard Fetzner schaute, zunächst ins Internet und fand dort alle möglichen holzsparenden Kocher. Aber „effektiv“? Effektiv waren die Preise für den Geldbeutel der Hersteller und die wirklich effektiven Kocher waren viel zu teuer für die normale afrikanische Frau. Was wirklich gebraucht wird, das war für Fetzner schnell klar, ist ein Kocher, den lokale Handwerker herstellen können mit einer optimalen Kochleistung. Und damit ging das „effektive Kocherteam“ im letzten halben Jahr an die Arbeit, denn in ganz Deutschland verstreut, grübelten noch etliche andere über die Ofenverbesserungen und waren über das Internet vernetzt. Ja, in der Tat, die Energieleistung ließ sich noch optimieren... Bernhard Müller, Autor und Solarspezialist, emailte dann vor ein paar Wochen nach unzähligen Tests und fast täglichen technischen Verbesserungen: „Das scheint mir jetzt alles Hand und Fuß zu haben!“ Und dann, kurz vor dem Düsseldorfer Seminar: „Ich finde die letzten Beiträge außerordentlich gut und zielführend“, denn das Kocherteam hatte Richard Fetzner im wahrsten Sinne des Wortes die ganze Zeit „angefeuert“ einen kleinen Ofen mit Höchstleistung zu bauen, der wirklich in jedem afrikanischen Dorf nachgebaut werden kann. 

Die "Kocherparade" im Hof des Franz-Jürgens-Berufskollegs


Die Teilnehmer lauschen gebannt den Erläuterungen von Herrn Fetzner zu einem der Kocher im Hof des Franz-Jürgens-Berufs-Kollegs

Samstag, 20.9. standen also fast alle vom „effektiven Kocherteam“ und weitere Gäste, darunter seine Exzellenz der Botschafter von Dschibuti aus Berlin, der extra mit seiner Gattin nach Düsseldorf gekommen war („Mein Land ist komplett entwaldet und trotzdem wird noch mit gekauftem Holz gekocht“)

Richard Fetzner zeigt seiner Exzellenz Herrn Aden, Botschafter v.Dschibuti u. Gattin den Kocher

und Ihre Exzellenz die 2. Botschafterin des Süd-Sudan aus Brüssel im Hof des Franz-Jürgens-Berufskollegs beim Kochertest - und der arme Richard Fetzner hätte im Erdboden versinken können: Seine Kocher qualmten und qualmten – was gar nicht hätte sein dürfen. Tja, die afrikanischen Frauen sind halt besser im Feueranzünden, witzelten wir, oder: „Das ist der typische „Vorführeffekt“. Aber wir wußten alle, das funktioniert, denn etliche andere hatten den Kocher schon getestet: Ein Hochleistungsgerät, hergestellt mit einfachsten Mitteln und der, wenn mit wenigen Handgriffen auch noch umgewandelt in einen Pyrolysekocher, keine Asche hinterläßt mit seiner Biomasse (auch Gras, Pflanzenreste) – sondern: Holzkohle! Zum Düngen für „Terra Preta“ oder für einen erneuten Kochvorgang.


Einige Teilnehmer beim Workshop. In der Mitte Ihre Exzellenz Mme. Andrew 2. Botschafterin der Südsudanesischen Botschaft in Brüssel


Der Kocher war im Juli bereits in Togo getestet worden: Die Frauen waren begeistert gewesen. Jetzt soll dort demnächst mit Unterstützung des deutschen Entwicklungshilfeministeriums eine professionelle „Fetzner-Kocher-Produktion“ beginnen. Richard Fetzner seinerseits hatte uns am Vorabend im einzelnen und so spannend wie bei einem Krimi, anhand von Photos erklärt, wie solch ein Kocher funktioniert und wo die Verbesserungen nötig waren, damit der noch besser funktioniert. Jetzt kann also eine ganze Menge Holz eingespart werden – die Rede ist von 70 % und, nun ja, eigentlich darf der Kocher auch nicht rauchen, ja, das ist schon getestet worden und sowas macht die afrikanische Frau dann erst recht glücklich. Marinus van Stijn, 17 Jahre Afrikaerfahrung und heute ein kleiner Unternehmer in Belgien, gleich hinter der deutschen Grenze, warnte allerdings: „Ihr müßt aufpassen, dass nicht zuviel CO entweicht, das könnte gefährlich werden – und eigentlich“, so Herr van Stijn, „ müßte ganz Afrika auf die Nutzung von Holz fürs Kochen verzichten.“ Afrika brauche Energie von der Sonne, von Wind und Wasser - und seine Firma hat gleich schon ein ganz einfaches Gerät entwickelt, welches in einen Fluss gelegt werden muss und dann mindestens soviel Strom erzeugt wie ein Generator – und dazu noch um zwei Drittel weniger Betriebskosten. Gut, sowas muss das Ziel sein, da war sich die Runde einig. Aber damit holt man die afrikanische Frau jetzt nicht vom „Drei-Steine-Ofen“ weg. Mit dem Fetzner-Kocher könnte das allerdings gelingen. Deshalb hatte Chantal Kloecker von der Togo-Gruppe des Französischen Gymnasiums in Düsseldorf, die mit einigen ihrer Schüler teilnahm, für Richard Fetzner auch eine Ehrung vorbereitet. Als „Highlight“ ein Fladen mit getrocknetem traditionellen Feueranzünder aus Togo, dazu weitere Erinnerungen aus Togo und eine gute Flasche französischen Rotweins durfte auch nicht fehlen.

Mme. Kloecker von der Togogruppe des Lycée Francais Düsseldorf überreicht Richard Fetzner als Dank für die Kocherentwicklung einen Preis

Der Beifall galt dem rührigen Pensionär Richard Fetzner aus Bruchsal, der sein Leben lang nichts mit Afrika zu tun hatte und jetzt für die afrikanische Frau eine „bahnbrechende Erfindung“ machte, die auch noch jeder nachvollziehen kann, die kein Geheimnis ist und einfach einleuchtet.

Das Seminar war ja wirklich keine „entwicklungspolitische Bildungsarbeit“ - sondern im Fachjargon „Qualifizierung“, oder ganz einfach eine „Technikshow“. Normale Fördermittel greifen da nicht, weil dafür Fachorganisationen zuständig sind, die aber kleine Organisationen nicht im Blick haben. Die Lokale Agenda21 von Düsseldorf sah das anders und ermöglichte uns dieses Fachseminar - ganz unbürokratisch, denn mit unserem Kocherthema liegen wir voll im Trend: „Zukunft schaffen – ökologisch und fair“.





Düsseldorf, 19.-20. September 2014 - Eine Welt Labor

Auch in Afrika: Umweltfreundlich kochen!

Workshop für holzsparende Öfen

PROGRAMM

FREITAG, 19. September: 17.00 Uhr Begrüßung, Vorstellung Teilnehmer

17.30 Uhr Drei-Steine-Öfen und Entwaldung auf Madagaskar, in Togo im Kongo…

18.30 Uhr Richard Fetzner: Wieso Öfen verbessern? Wie geht das? Was ist nötig? - anschl. Fragen und Antworten – gemütlicher Ausklang

SAMSTAG, 20. September:

09.00 Uhr Richard Fetzner stellt mehrere holzsparende Öfen vor, sie werden von allen auf dem Schulhof ausprobiert. Wir kochen darauf Wasser und Kartoffeln, mit Thermometer, Stoppuhr, Teilnehmer stellen Diagramme her. Anschließend: Aussprache, Diskussion

11.00 Uhr Chantal Kloecker: „Unsere togolesische Lösunggegen Entwaldung und für ein Kochen mit weniger Holz

12.00 Uhr Ausklang mit gemeinsamem Mittagessen in einem nahegelegenen Restaurant

Ort: Eine-Welt-Labor im Franz-Jürgens-Berufskolleg, Färberstr. 34, 40223 Düsseldorf

S-Bahnstation Friedrichstadt, Ausgang Oberbilker Allee (S8, S11, S28 Richtung Neuss)

Einladung als pdf-Datei

Invitation in English

Le seminaire à Düsseldorf  les 19 et 20 septembre 2014 et sera consacré aux différents types de foyers : à basse consommation de bois, à charbon de bois et à pyrolyse.

Nous aimerions vous présenter toute une palette de foyers très économiques fonctionnant au bois, au charbon de bois, aux herbes séchées…

Séminaire de LHL à Düsseldorf 19 et 20 septembre 2014 consacré aux différents types

de foyers : à basse consommation de

bois, à charbon de bois et à pyrolyse

Les séminaire est en allemand et en français.

Vendredi 19 septembre

17h: ouverture, présentation des participants

17h30 : le foyer à 3 pierres et la déforestation à Madagascar, au Togo et au

Congo

18h30 : Richard Fetzner : pourquoi faut-il améliorer les foyers ? Comment le

faire ? Questions- réponses


Samedi 20 septembre:

9h : Richard Fetzner présente plusieurs types de foyers, nous pourrons les

utiliser dans la cour de l’école en faisant bouillir de l’eau et cuire des

pommes de terre. Équipés de thermomètres et de chronomètres, nous pourrons

faire des diagrammes.

Évaluation des résultats et discussion

11h : Chantal Kloecker : « Notre solution au Togo », dans le cadre de la lutte

contre la déforestation et pour la cuisson avec un minimum de bois

12h : repas en commun dans un restaurant proche

***

Kochen in Afrika, das ist – südlich der Sahara – immer noch vorwiegend ein Kochen auf dem Drei-Steine-Ofen, oder, in den Städten, mit Holzkohle. An „traditionellen Feuerstellen“ sterben weltweit jährlich mehr als 1,6 Millionen Menschen – und viele weitere Frauen und auch schon Kinder leiden an Atemwegserkrankungen.

Fast alle afrikanischen Länder sind inzwischen Holzmangelländer. Die Wälder sind entweder schon verschwunden oder verschwinden (wie in Nigeria, Madagaskar und Togo) in wenigen Jahren.

Eine gute Alternative bieten die holzsparenden Öfen, die oft erstaunliche Einsparungen vorweisen können – und die Entwicklung ist noch nicht ausgeschöpft.

Einer der „Entwickler“ ist Richard Fetzner. Wir freuen uns, dass Herr Fetzner zu unserem „Kocherseminar“ am 19. und 20. Sept. nach Düsseldorf ins „Eine-Welt-Labor“ kommt und einige seiner neu entwickelten holzsparenden Kocher vorstellt. Einer seiner Kocher ist von der Partnergruppe der Französischen Schule Düsseldorf in Togo bereits nicht nur ausprobiert, sondern sogar noch verbessert worden.

Bei unserem „Kocherseminar“ wollen wir wissen, wie diese holzsparenden Techniken funktionieren. Wir wollen geeignete Kocher ausprobieren und hören, wo Verbesserungen möglich waren und vielleicht noch möglich sind. Wir wollen lernen, wie unsere Partner im Süden diese selbst bauen könnten. Wir wollen überlegen, wie diese Techniken verbreitet werden können. Was muss geschehen, damit ein solcher Kocher ganz breit von der Bevölkerung akzeptiert wird? Wir sprechen über die LHL-Kocherprojekte in Togo, in Nigeria, im Kongo, in Kenia... Wir beraten uns mit unseren Partnern im Süden um Verbesserungen bei der Nutzung CO²-armer Kocher. Wir behandeln im wahrsten Sinne des Wortes ein „heißes Thema“ und wir laden Sie ein mitzumachen!

Jeder kann mitreden und mitwirken! Jeder hat schon einmal ein Feuerchen im Freien entzündet und gesehen, wieviel Holz da sich in „Luft“ (oder CO²) auflöst. Holzsparende Techniken bringen hier beträchtliche Einsparungen. Das ist klimarelevant! Selbst großflächige Aufforstungen würden nicht helfen, wenn nicht gleichzeitig holzsparende Öfen gefördert werden.

Daran arbeiten wir und laden Sie ein, da mitzuarbeiten, mitzudenken, dies mitzuunterstützen. Schnuppern Sie hinein in unsere „Kocherwerkstatt“ im „Eine-Welt-Labor“, Freitag, 19. September, ab 17 Uhr bis Samstagmittag, 20. September – bis zum gemeinsamen Mittagessen. Dieses wäre dann der einzige Kostenpunkt für Sie. Der Rest des Seminars wird von der Lokalen Agenda21 der Stadt Düsseldorf gefördert, um eine „ökologische und faire Zukunft zu schaffen“. Jetzt sind Sie gefragt: Nehmen Sie sich ein paar Stunden frei, für erste Schritte zur afrikanischen „Kocherrevolution“! Anmeldung via schule@l-h-l.org oder Tel. 0211-312608 oder LHL-Büro Düsseldorf, Postfach 260124, 40094 Düsseldorf



März 2014

    

Düsseldorfer Impulse für die Beleuchtung Afrikas:

Vom solaren Licht zur Energieberatung

Lernen helfen Leben e.V. hatte im Rahmen der Aktion Agenda 21 zum letzten Märzwochenende ins Düsseldorfer Eine-Welt-Labor zu einem Seminar „Solares Licht in Afrika – Erfahrungen und Analysen“ eingeladen. Sämtliche Teilnehmer hatten Erfahrungen mit Projekten in Afrika und konnten deshalb kompetent ein durchaus überraschendes Resultat erarbeiten. Doch der Reihe nach:

Der Referent Arwed Milz hat in verschiedenen afrikanischen Ländern junge Leute in Solartechnik ausgebildet, u.a. in Nigeria und Burkina Faso. Eine Ausbildung in Städten kommt für ihn nicht mehr in Frage: „Die wollen doch nur schnelles Geld verdienen. Die Nachhaltigkeit bleibt dabei auf der Strecke.“ Ganz anders auf dem Land. Welche Ausbildung – allerdings von den „Barfuss-Ingenieurinnen“ in Indien durchgeführt, war hier am erfolgreichsten? Jene von Frauen, die nicht Lesen und Schreiben können! Das hindert sie nicht, heute Solarlampen und solare Homesysteme zusammenzubauen, sich ein Nebenerwerbs-Einkommen zu erwirtschaften – und diese Frauen bleiben langfristig vor Ort, sind in der Lage Reparaturen durchzuführen und dörfliche Energieprobleme zu lösen. Bei jungen Leuten besteht eher die Gefahr, dass sie in die Städte abwandern und dann – siehe oben.

Den größten Erfolg hat Arwed Milz in Burkina Faso. Seine „Diagnose“ war: Die Dörfer haben keinen Netzstrom aber viele elektrische Kleingeräte. Der Batterieverbrauch ist immens. Und seine „Therapie“ ist so einfach wie im wahrsten Sinne des Wortes einleuchtend: „Ziel muss der Systemwechsel sein, hin zum Akku“. Die gesamte Ausbildung soll diesen Systemwechsel vorbereiten. Doch dazu ist eine Voraussetzung nötig: Man muss die Lebenswelt der Menschen kennen und die Lösungsalternativen zu den Batterien mit den Menschen in den Dörfern selbst abstimmen. Und dann wird jeweils auch ein guter, zuverlässiger Projektleiter benötigt. Herauskommen „Ladestationen“ welche die Akkus regelmäßig im Abonnement aufladen, preisgünstig und wirksam.

Wer dann Thomas Ricke von der Firma „Villageboom“ in Münster anhörte, hätte am liebsten viel Geld gehabt und dies sofort in die Verbreitung von Solarlampen eingesetzt. Ricke stellte die Weltbank-Studie „Lighting Africa“ vor – und berichtete von traumhaften Wachstumspotentialen für solartechnische Kleinanlagen wie Solarlampen, die z.B. auch Handys aufladen können. Die meisten Menschen ohne Netzstrom weltweit leben in Afrika. 2012 hatten 175 Mio. Menschen in Afrika zwar keinen Netzstrom, aber Handys. Schon 2015, also im nächsten Jahr, wird von 400 Mio. Handybesitzern ohne Netzstromzugang ausgegangen. Die Weltbank sieht einen rapiden Anstieg des Verkaufs von Solarleuchten voraus. Bisher werde von einer „Marktdurchdringung“ von gerade mal 4 % ausgegangen – mit anderen Worten: Hier ist ein riesiges Wachstumspotential. Und dabei verbessern sich die angebotenen Solarlampen-Modelle von Jahr zu Jahr. Das Preis-Leistungsverhältnis wird immer besser, die Herstellungskosten sinken erstaunlicherweise und mit LED werden die Lampen auch noch wesentlich effektiver.

Daniel Djedouboum, Arnaud Azam und Heinz Rothenpieler brachten dann Praxisberichte aus dem Tschad, aus Togo und aus der Demokratischen Republik Kongo. Der Tschad steht mit solarem Licht erst am Anfang. Auch die Partner von Heinz Rothenpieler stehen mit Solarlampen im Ostkongo erst am Anfang. Der Bedarf ist immens – aber auch vor allem die administrativen Hindernisse. Insbesondere der Transport in die Region ist nicht einfach und die Erfahrungen mit den Zollschranken haarsträubend.

Arnaud Azam, frisch zurück von einer Togoreise, hat dort eine Umfrage bei Familien gemacht und eine Fülle von elektrischen Kleingeräten in einer einzigen Familie vorgefunden, oft alles andere als energieeffektiv.


Lampen mit Batterien aller Art auf einem Markt in Togo. Foto: Arnaud Azam, LHL

Auch auf den Märkten Togos ist ein breites Angebot von Billiglampen zu finden. Doch weder bei den Händlern noch bei den Kunden sind nennenswerte Kenntnisse zur Effektivität der Produkte vorhanden – mit dem Ergebnis, dass oft sehr schnell Elektroschrott entsteht. Deshalb haben dann die Seminarteilnehmer ein ganz konkretes Programm diskutiert: Auch in den ländlichen Bereichen in Afrika – in den Städten sowieso – muss für Energieberatung ausgebildet werden. Energieberater könnten nebenamtlich etwa die Verkäufer von Telefoneinheiten sein oder solche, welche Geräte wiederaufladen können. Sie müssen Kompetenzen erworben haben, um den Energieverbrauch der einzelnen angebotenen Geräte zu messen. Sie müssen sich fortbilden, um die Entwicklungen auf dem Markt der Solarlampen oder der solaren Homesysteme bewerten zu können. „Energieberater“ ein Beruf mit Zukunft – auch in Afrika. Eine Perspektive, die noch nicht einmal viel Geld kostet, für die Menschen am Ende aber sehr viel Geld einsparen lassen könnte. Die Seminarteilnehmer waren begeistert über diese Perspektive und planen gleich weitere Veranstaltungen um ein Konzept für „Energieberatung in Afrika“ mit kleintechnologischem Gerät zu entwickeln.



Im Rahmen der Agenda21 lädt ein nach Düsseldorf zu einem Studienseminar für Freitag, 28.März 2014 ab 16 Uhr bis Samstag, 29. März, mittags, ins EINE-WELT-LABOR, Franz-Jürgens-Berufskolleg, Färberstr. (S-Bahnhof Düsseldorf-Friedrichstadt)

Solares Licht in Afrika – Erfahrungen und Analysen

Afrika beleuchten – ist das eine Aufgabe? Afrika bei Nacht bedeutet: Fast überall Finsternis. Europa bei Nacht: Alles hell erleuchtet. Wieder Gegensätze: In Europa lautet die Frage, ob wirklich alles des Nachts hell erleuchtet sein muss. In Afrika ganz umgekehrt: Die Sehnsucht vieler Menschen, wenigstens abends noch ein wenig Licht zu haben, um noch einiges erledigen zu können.

Das Seminar ist Teil der Reihe „Bestandsaufnahme erneuerbarer Energien in Afrika“. Die erste Veranstaltung im Juli 2013 ergab einen sehr unterschiedlichen Eindruck von der Situation in afrikanischen Ländern. Das zweite Seminar im September befasste sich mit einem speziellen Problem des Elektroschrotts: Altbatterienrecycling in Afrika – das fast nirgends stattfindet, obwohl die Zahl der Batterien immer weiter zunimmt. Und dieses Seminar fragt, ob Solarlampen die Lösung sind - oder nicht eher solare Homesysteme.

Referenten sind LHL-Mitglied Arwed Milz, der u.a. in Burkina Faso und Nigeria Solarlampen und solare Homesystem eingeführt hat und Thomas Ricke von Villageboom stellt die Studie „Lighting Afrika 2012“ vor, die Mitte letzten Jahres erschien. Chantal Kloecker, Daniel Djoudeboum und Heinz Rothenpieler berichten außerdem über kleine Praxisbeispiele: Solarlampenprojekte bzw. die Situation des Solarmarktes in Togo, im Tschad und in der Deomkratischen Republik Kongo.

Programm

Freitag, 28. März 2014

16.00 Uhr Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer. Einführung ins Thema

16.30 Uhr Kurzer Überblick der LHL-Solarprojekte in Afrika

17.00 Uhr Arwed Milz: Erfahrungen mit Solarlampen in Nigeria und solaren Homesystemen in Burkina Faso

18.00 Uhr Aussprache

18.30 Uhr Pause – Imbiss

19.15 Uhr Thomas Ricke: Lighting Africa – Ergebnisse einer Studie

20.15 Uhr Aussprache


Samstag, 29. März 2014

09.00 Uhr Anfragen an unsere Projekte. Einführung Arwed Milz

09.15 Uhr Daniel Djedouboum: Situation im Tschad

09.45 Uhr Chantal Kloecker: Erfahrungen aus Togo

10.15 Uhr Heinz Rothenpieler: Das Solarlampenprojekt im Ostkongo

10.45 Uhr Aussprache, Diskussion

Moderation: Heinz Rothenpieler

Überlegungen von Arwed Milz zum Seminarvorhaben


Solarenergie in Afrika - Was wir diskutieren sollten

LHL engagiert sich im Bereich der Solarenergie in verschieden Projekten (Solarlampen/Bau von Solar-Home-Systemen), bzw. es besteht der Wunsch dieses verstärkt zu tun.

Wie nachhaltig sind diese Projekte?

Die Solarwerkstatt in Kaduna (Nigeria) ist mehr oder weniger eingegangen. Was ist der Grund? Wenn jetzt vermehrt der Wunsch besteht, Solarlampen nach Afrika zu bringen, ist das zwar verständlich, weil die immer gebraucht werden können. Aber wie ist die Perspektive eines solchen Solarlampenprojektes?

Ich hatte ja auch vor, in das Dorf Gourgou Solarlampen zu bringen. Hätte ich es getan, wären die gern genommen (gekauft) worden. Aber als ich die tatsächlichen Bedürfnisse und Lebensumstände der Menschen in dem Dorf untersucht hatte, stellte sich heraus, das eine Solarlampe die Probleme mit den vielen kleinen elektrischen Geräten und dem damit verbundenen hohen Verbrauch von Einwegbatterien nicht gelöst hätte. Die richtigere Lösung des Energieproblems sind in diesem Fall Solar-Home-Systeme. Es kann dann in einem Projekt praktisch geklärt werden, ob diese Lösung zu realisieren ist (Finanzierung, Beschaffung des Materials, Bau, Vertrieb usw.).

Aufgrund meiner Erfahrungen (Solarwerkstatt Kaduna / SHS-Bau in Burkina-Faso / Solarlampenbau / -vertrieb) schlage ich folgendes vor: Wir sollten  mal grundsätzlicher klären warum, auf welcher Grundlage und wie wir uns in diesem Bereich engagieren.

Ich könnte zum Einstieg einen Überblick geben, was in Afrika nach meinen Informationen im Bereich des Solarstroms läuft (Solarlampenprojekte, subventionierte Klein- und Großprojekte, gewerbliche Projekte). Darüber hinaus kann ich meine Erfahrungen darlegen, was alles sinnvollerweise vor und während eines Projektes gemacht werden sollte:

- Bedürfnisse und Lebensumstände der Menschen hinsichtlich ihres Energiebedarfs analysieren

- Finanzierung (Selbstfinanzierung durch die Verbraucher, Subventionierung, Kreditfinanzierung)

- Marktanalyse (Beschaffung, Logistik, Kosten)

- Umsetzung (Selbstbau, Import von Fertigprodukten)

- Probleme der Nachhaltigkeit

 

Arwed Milz / Reinbek, 27.1.14

***

Teilnahmebeitrag für Verpflegungskosten: 10 Euro.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Agenda21 in Düsseldorf

Wir bitten um Anmeldung via: schule@l-h-l.org