Klimaschutz
durch Energiesparen
mit SAVE80 und Solarkocher
Düsseldorfer
Beiträge zum Klimaschutz
Freitag, den 30.
Oktober 2009, 18.00 Uhr, Düsseldorf, Franz-Jürgens-Berufskolleg



















Herzliche Einladung
Liebe Freunde und Förderer,
es gibt auch in diesem Jahr wieder ein paar Gründe zum Feiern, nachdem wir Sie im vergangenen Jahr 2008 zu unserem 20-jährigen Jubiläum eingeladen hatten. Seitdem sind mehr als 12 Monate vergangen und es ist in dieser Zeit einiges bemerkenswertes passiert. Dies veranlasst uns, Sie wiederum nach Düsseldorf einzuladen an den gleichen Veranstaltungsort in die Aula des Franz-Jürgens-Berufskolleg. Die Schule befindet sich in der Färberstr. und ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln (z.B. S-Bahnhof Volksgarten) als auch mit dem PKW gut zu erreichen (Parkplatz vorhanden).
Freitag, den 30.
Oktober 18.00 Uhr im Franz-Jürgens-Berufskolleg
in Düsseldorf
Bilk.
Auch die
Männer sind vom SAVE80 begeistert.
Für die Veranstaltung haben wir ein kleines Programm vorbereitet und Gäste eingeladen, die aus diesem Anlass auch eine kurze Rede halten oder etwas erzählen werden. Nach dem offiziellen Teil möchten wir Sie in das Eine-Welt-Labor bitten, wo ein kleiner Imbiss auf Sie wartet und wir die Veranstaltung in einem zwanglosen Rahmen fortsetzen wollen. Sie haben auch die Gelegenheit, das Eine-Welt-Labor näher kennen zu lernen, denn die drei Fachlehrer sind anwesend und würden gerne dazu etwas erzählen.
13. Oktober 2009
Presseerklärung
Düsseldorfer Sparofen in Nigeria jetzt UN-Klimaschutz-Projekt
Im Rahmen des Clean Development Mechanismus (CDM) des Kyoto-Protokolls wurde am Montag das 1.850. CDM-Projekt registriert, welches gleichzeitig das weltweit erste Projekt im Bereich der Haushaltsenergien ist. Die im Rahmen des Projektes geplanten knapp 13.000 hocheffizienten Herde in Nigeria werden voraussichtlich die weltweiten Kohlendioxidemissionen jährlich um mehr als 31.300 Tonnen verringern.
Das Projekt wurde im Büro Düsseldorf der Entwicklungsorganisation Lernen-Helfen-Leben e.V. maßgeblich projektiert und mit dem nigerianischen Partner DARE (Developmental Association for Renewable Energies) realisiert. Als Finanzierungspartner konnte atmosfair gewonnen werden, eine gemeinnützige GmbH in Berlin, die auf der Basis freiwilliger Klimaabgaben - überwiegend von Flugreisenden - Entwicklungsprojekte dieser Art unterstützen kann. Auch die Stadt Düsseldorf fördert deswegen ganz bewusst unser Projekt in Nigeria und entrichtet für die Flüge ihrer Mitarbeiter eine Klimakompensation an atmosfair.
Dieses Projekt stellt in mehrfacher Hinsicht einen bedeutenden Meilenstein dar: keine 2% aller Projekte finden in Afrika statt. Nigeria, das bei weitem bevölkerungsreichste Land Afrikas, hat durch dieses Projekt die Zahl seiner CDM-Projekte verdoppelt (von eins auf zwei). Zudem ist es das erste Vorhaben weltweit, welches direkt den Holzverbrauch bei den Familien reduzieren kann. Denn noch immer wird über 70% der gesamten in Afrika erzeugten Energie zum Kochen benutzt - und überwiegend dient Holz als Brennmaterial. In Nordnigeria sind dadurch schon sämtliche Wälder verschwunden, die Wüste Sahara dringt Jahr für Jahr weiter in den Süden vor und Brennholz ist inzwischen teurer als das Mittagessen, das auf dem Herd gekocht wird..
Das jetzt vom UNO-Klimasekretariat registrierte LHL-Nigeria-Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass es den strengen Anforderungen des Gold-Standards genügt. Zusätzlich zu CDM werden hier weitere Kriterien berücksichtigt, an erster Stelle steht dabei nachhaltige Entwicklung.
LHL und DARE wollen sich hiermit jedoch nicht zufrieden geben. Geplant sind bereits weitere Vorhaben: das jetzige Projekt beschränkt sich geografisch auf den mittleren Teil Nigerias, doch demnächst soll ein weiteres CDM-Projekt in der noch trockneren nördlichen Wüsten-Zone realisiert werden. Außerdem hoffen wir demnächst auf die NRW-Förderung für ein Pilotprojekt, bei dem junge Nigerianer zu Solartechnikern ausgebildet werden sollen. Dies übrigens in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Franz-Jürgens-Berufskolleg. Dadurch werden afrikanische Familien direkten Zugang zur Solarenergie erhalten, z.B. kann über Solar-Home-Systeme Licht erzeugt, mittels Parabolkocher oder dem Boxkocher können Speisen zubereitet, mit dem Solartrockner Obst und Gemüse haltbar gemacht und mit einer Solarpumpe Wasser gefördert werden. All dies ist in den heißen Ländern südlich der Sahara ein ganz großer Entwicklungsfortschritt.
Weitere offizielle Informationen. Kontakt: Bernd Blaschke, Vorstandsmitglied, Tel.0211-629071,Presseerklärung als pdf 148,6 kbKlimaschutz
durch Energiesparen
mit SAVE80 und Solarkocher
Düsseldorfer Beiträge zum Klimaschutz
Freitag, den 30. Oktober 18.00 Uhr
Programm
18.00: Begrüßung, Jürgen Marquardt, 1. Vorsitzender LHL/
Schulleitung Franz-Jürgens-Berufskolleg
18.15 Aktuelle Informationen aus Nigeria von Habiba Ali, DARE-Kaduna
18.30 Bernd Blaschke im Gespräch mit Dr. Paul Krämer
Verwendung von CDM-Klimamittel in unserem Projekt
18.45 Düsseldorfer Beiträge zum Klimaschutz in Nigeria,
Werner Goertz, Leiter Umweltamt Stadt Düsseldorf
19.00
Michael Müller, StS: Meine Begegnung mit Udo Fredmüller
Eine Laudatio zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
19.35 Hubert Ackermann/Eine-Welt-Labor:
Von der Idee zum Projekt – Solarwerkstätten in Afrika
19.55 Heinz Rothenpieler: Auf dem Weg zur 2. Konferenz
„Solarenergie für Afrika“ in Düsseldorf
20.00 Empfang / Imbiß und Getränke im Eine-Welt-Labor
des Franz-Jürgens-Berufskollegs
Veranstaltungsort:
Aula des Franz-Jürgens-Berufskolleg
in Düsseldorf Bilk,
Färberstr. 34, 40223 Düsseldorf
(an der S-Bahn-Haltestelle Friedrichstadt, Ausgang Oberbilker Allee,
eine Station vom Hbf, mit S-Bahn-Linien 8,11,28 Richtung Neuss)
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Die Veranstaltung wird freundlicherweise gefördert aus Mitteln der Agenda21 der Stadt Düsseldorf
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Offener Brief von LHL
Herrn Hartwig Fischer MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Ihre Anfrage an die Deutsche Botschaft in Nigeria
„Export von Holzsparöfen nach Nigeria“ Soest, 08.04.2009
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Fischer,
Ihr Büroleiter, Herr Niestroj, hat unserem Verein die Antwort der Deutschen Botschaft auf Ihr Schreiben vom 17.12.2008 zugeleitet. Demnach erlaubt die derzeitige Rechtslage keine zollfreie Einfuhr der Holzsparöfen.
Dazu nehme ich wie folgt Stellung:
Eine Berücksichtigung sozial- und umweltrelevanter Gesichtspunkte bei der Festsetzung von Zolltarifen wird auch von kompetenten nicht-staatlichen Stellen in Nigeria gefordert: “Another element of the policy framework is the creation of innovative fiscal and market incentives to encourage the renewable energy technology supply industry. Fiscal incentives will include preferential customs duty exemption for imported renewable energy technology components, tax credits, capital incentives and opportunities for long term preferential loans. In the short-term, the Renewable Energy Master Plan proposes a moratorium on import duties for renewable energy technologies” (Renewable Energy Master Plan, ICEED,
Die Regierung Nigerias hat eine Reihe von internationalen Abkommen unterzeichnet, z. B. das Kyoto-Protokoll, die Biodiversitätskonvention (CBD), die „Convention to Combat Desertification“ (UNCCD) und hat eine Strategie zur Armutsbekämpfung vorgelegt (PRSP, in Nigeria NEEDS, d..h. „Economic Empowerment and Development Strategy“ genannt). Damit hat sich das Land zur Unterstützung der Ziele dieser Abkommen verpflichtet.
Nigeria strebt auch offiziell die Millenium Development Goals (MDGs) an. Schließlich haben nigerianische Regierungsstellen mehrfach um Hilfe bei der Anpassung an den Klimawandel gebeten. Unser Projekt und die geplanten Nachfolgeprojekte sind eine solche Hilfe zur Anpassung.
Während aber andere Länder diese Unterstützung durch finanzielle Anreize (incentives) für einschlägige Projekte konkretisieren, werden diese in Nigeria durch hohe Zölle und andere Gebühren geschwächt bzw. unmöglich gemacht, d. h. hier haben wir es mit „fiscal disincentives“ zu tun. Die Abläufe in den beiden Häfen von Lagos und beim Zoll sind undurchsichtig und riechen nach Korruption. Auch legal eingeführte Container riskieren, nicht an ihre Adressaten ausgeliefert und nach längerer Lagerzeit durch den Zoll versteigert zu werden. Von deutscher Seite werden diese Zustände nicht mit dem nötigen Nachdruck angesprochen. So hat das Bundespräsidialamt es trotz unserer Bitte abgelehnt, den Bundespräsidenten mit dem Thema zu befassen.
Diese Weigerung wirkt wie eine Illustration zu der vom BMZ in Auftrag gegebenen Studie von Ulf Engel und Jenny Kuhlmann „Entwicklungszusammenarbeit mit Nigeria − eine Analyse aus der Ankerlandperspektive“: „Die gegenwärtigen Beziehungen zwischen Deutschland und Nigeria werden dem spezifischen Anspruch, wie er mit einer Ankerlandperspektive verbunden ist, in keiner Weise gerecht. Wenn die vom DIE1 formulierte Position zu Grunde gelegt wird, dass die EZ mit Ankerländern nicht nur an der entwicklungspolitischen Wirkung gemessen werden muss, sondern darüber hinaus auch daran, ob das Partnerland substanzielle Eigenleistungen erbringt (Subsidiarität), ob ferner ein Beitrag zur Lösung regionaler und globaler Strukturprobleme erbracht wird, der positiv auf die Region des westlichen Afrika ausstrahlt, und ob schließlich im Rahmen einer gleichberechtigten Partnerschaft mit Deutschland die Zusammenarbeit auch in beiderseitigem Interesse ist, dann liegt nahe, dass das gesamte Portfolio der EZ, aber auch die Aufstellung anderer Politikbereiche, diesen Ansprüchen nicht genügt – allein weil hierfür die entsprechenden Mittel nicht bereitgestellt werden und weil der Politikdialog nicht systematisch und ohne ausreichende symbolische Aufwertung geführt wird (z.B. hinsichtlich der Frequenz von Gesprächen und des Status der beteiligten deutschen Gesprächspartner). Von den Voraussetzungen für die Begründung einer strategischen Partnerschaft mit Nigeria ist die Bundesrepublik daher weit entfernt“ (DIE Discussion Paper 13/2007, Seite.33),
Nach dem Staatsbesuch des Bundespräsidenten vom November 2008 sowie der 4. Konferenz „Partnerschaft mit Afrika“ in Abuja wird erkennbar, dass auch die vom BP verkündete Energie-Partnerschaft mit Nigeria einseitig auf die Lieferungen von Gas und Öl in Richtung Europa ausgerichtet ist, wie aus Veröffentlichungen z.B. in der taz und im Dow Jones Business Newsletter hervorgeht. Diese „Partnerschaft“ wird den Erwartungen der Zivilgesellschaft in beiden Ländern nicht gerecht.
Unsere Bemühungen zielen nicht auf eine Einzelfall- oder Ausnahmeregelung ab um eine zollfreie Einfuhr von Holzsparöfen zu erreichen, sondern auf eine Änderung der aktuellen Rechtslage selbst im Sinne von mehr Konsistenz und „Guter Regierungsführung“ zu erreichen. Ein mündliches Vorsprechen von Botschaftsangehörigen im Finanzministerium ist daher nicht ausreichend.
Mit freundlichen Grüßen
Paul Krämer
(Dr. Paul Krämer DTPH, Mitglied des Vorstands von Lernen – Helfen – Leben e.V.)
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GTZ-Tagung „In Focus: Household Energy“, in der Hermes-Akademie Bonn, 15-17. Dezember 2008
Die Tagung muss man als gelungen bezeichnen. Das lag an den Referenten sowohl als an den Teilnehmern, aber auch an dem gebotenen reichhaltigen Informationsmaterial. Hervorzuheben sind eine neue Broschüre (mit CD) der WHO mit dem Titel „A Catalogue of Methods, Evaluating household energy and health interventions“, die uns eine Menge Anregungen geben kann. Auch die GTZ hatte eine sehr gute CD mit dem Titel „Cooking Energy Compendium“ ausgelegt. Es gab hochrangige Referenten wie Dr. Miguel Trossero (Holzenergie) von der FAO und Dr. Eva Rehfuess von der WHO (Innenraumluftbelastung durch Festbrennstoffe), und natürlich zahlreiche Referenten aus der GTZ einschließlich ihrer Projekte. An NRO-Projekten wurden vorgestellt bzw. waren vertreten ADES mit einem Solarkocher-Projekt in Madagascar (VER-Projekt mit Myclimate), die Zoologische Gesellschaft Frankfurt mit einem sehr guten Beitrag über den Zusammenhang zwischen der Holzkohleherstellung, der Entwaldung und dem Verlust des Lebensraumes der Berggorillas im Ostkongo, sowie Projekten von DED und Welthungerhilfe und Myyclimate.
Obwohl niemand von LHL referiert hat, erregten doch unsere Diskussionsbeiträge viel Aufmerksamkeit, so dass wwir von einer Reihe von Leuten angesprochen wurden.
Wenn auch von einigen Teilnehmern die Abwesenheit der eingeladenen Politiker beklagt wurde, empfand ich dies eher als Gewinn, denn so bliebenwir von Floskeln weitgehend verschont. Bei den abschließenden Empfehlungen an Politiker, Forschungsvertreter und Durchführer konnten wir auch auf den Widerspruch hinweisen, der darin liegt, dass sowohl die deutsche Regierung als auch die EU von einer „Energie-Partnerschaft“ mit Afrika spricht, aber den Sektor Haushaltsenergie völlig ausspart, obwohl dieser den größten Brocken darstellt (in Nigeria rund 50 % am Gesamtverbrauch).
Interessant war auch zu erfahren, dass die GTZ im Senegal ein CDM-Projekt vorbereitet, das aber noch nicht so weit ist wie wir von LHL. Man tut sich schwer damit, den Anteil der nicht-erneuerbaren Biomasse zu beziffern.
Wichtig waren auch die persönlichen Gespräche, so z. B. mit Christa Roth, die sich zum Jahresbeginn selbständig macht und sich speziell mit dem Monitoring der Luftqualität in Binnenräumen befassen will, wofür sie die erforderlichen Messgeräte hat bzw. beschaffen wird.
Die Tagung soll eine Fortsetzung finden; in welchem Rhythmus, in welchem Land und in welcher Sprache steht noch nicht fest. Diesmal war die Sprache Deutsch mit englischer Übersetzung.
Dr. Paul Krämer
Link: GTZ
Der deutsche Bundespräsident Köhler war vor wenigen Wochen zu einem Staatsbesuch in Nigeria. LHL hatte sein Büro gebeten, er möge unsere Probleme mit den nigerianischen Behörden ansprechen, welche die Verbreitung des SAVE80-Kochers aus bürokratischen Gründen massiv behindern. Der Bundespräsident ist über unser Anliegen überhaupt nicht informiert worden, man verwies uns auf die Ministerialbürokratie. LHL sieht dies anders und hat heute, 1. Dezember 2008, einen offenen Brief an das Bundespräsidialamt geschrieben, mit allen Argumenten für eine Intervention zugunsten des SAVE80:
Sehr geehrter Herr Diehl,
Ich empfehle Ihnen die Lektüre des Artikels von Thomas Mösch (Deutsche Welle):
"Die Ursachen der Unruhen in Nigeria müssen offen angesprochen werden"
http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3837710,00.html
Er trifft genau den Punkt, auf den es ankommt. Dabei liegt die Schuld auch auf der deutschen Seite. So wurden die Probleme beim Besuch des Bundespräsidenten in Nigeria zwar allgemein angesprochen, wie der Scobel-Filmbericht gezeigt hat. Aber gleichzeitig kommt die Weigerung des Bundespräsidialamtes, den Bundespräsidenten mit einem konkreten Fall zu befassen, einem Dementi wohlklingender Erklärungen gleich. Anstatt meinen Brief dem Bundespräsidenten vorzulegen, haben Sie auf die Fachressorts und mitreisende Parlamentarier verwiesen; m.a.W. wir wurden abgewimmelt.
Ein Container, dessen Inhalt für unsere Partnerorganisation DARE und zwar für Jos bestimmt ist, liegt seit 3 Monaten ohne Freigabe in Lagos fest. Das Problem, welches ich dem Bundespräsidenten vorgelegt habe, ist nicht das eines Einzelprojektes, wie Sie schreiben, sondern ein generelles. Es kann nicht auf der ministeriellen Ebene gelöst werden, und schon gar nicht durch deutsche Ministerialbeamte.
Der „Renewable Energy Master Plan“ für Nigeria kennzeichnet im Kapitel 6 die Situation unter der Überschrift: „Risk Identification and Analysis, Policy and Political Risks“:
Outlined Policies not adopted,
Policy inconsistency, instability and contending interests within Government,
Risk of policy implementation short-sightedness,
Lack of continuity in government policies.
Unter den Behinderungen, die der REMP aufführt, sind weiter zu nennen:
Tariff and non-tariff barriers which on the average exceed those of other ECOWAS countries,
Corruption and public sector mismanagement of policy programmes and projects.
Dass es sich bei unserem Problem nicht um einen Einzelfall handelt, zeigt auch die folgende Passage aus dem REMP:
Counterpart funding. Projects requiring counterpart funding have found Nigeria wanting in the past, with the result that programmes and projects get off to a delayed or slow start and in some cases a no-start at all. Investing in realistic projects and increased political will to back them up is essential.
Exakt diese Situation kennzeichnet die derzeitigen Handels- und Geschäftsbedingungen: undurchsichtige Abfertigungsmodalitäten, unbegründete Verzögerungen, die zu endlosen Liegezeiten und damit zu hohen Lagergebühren führen, und inakzeptabel hohe Zölle, die die Kosten der Produkte unnötig verteuern und damit nahezu unerschwinglich machen. Vermutlich sollen die Kunden solange zermürbt werden, bis sie Bestechungsgelder zahlen. Ein entsprechender telefonischer Hinweis, wie die Freigabe der Container beschleunigt werden könne, ist bei unserer Partnerorganisation DARE eingegangen. So erreichen die „Partner“ Nigeria und Deutschland das Gegenteil dessen, was sie verlautbaren lassen.
Bei einer Nichtregierungsorganisation wie der unseren erzeugt der Verweis des Bundespräsidialamtes auf die Fachressorts ein massives Problem der Glaubwürdigkeit deutscher Politik. Wir erwarten, dass die sowohl von der deutschen als auch von der nigerianischen Seite deklarierten Ziele, nämlich Partnerschaft und gute Regierungsführung (Good Governance), endlich in die Praxis umgesetzt werden. Den politischen Willen dazu dürfen wir nicht nur von der nigerianischen Seite einfordern, sondern auch von der deutschen, einschließlich des Bundespräsidialamtes. Beim Bundespräsidenten setze ich ihn voraus. Er muss aber informiert werden.
Ein weiteres Problem ist, dass die „Energie-Partnerschaft“ zwischen Deutschland und Nigeria die Holzenergie offenbar gar nicht einschließt, obwohl die Masse der Bevölkerung auf Holz als Kochenergie angewiesen ist, weil sie Kerosin und LPG oder gar Elektrizität zum Kochen immer weniger leisten kann. Darum kehrt sie massiv zum Holz zurück, mit verheerenden Folgen für die verbleibenden Baumbestände und das Klima. Da das Holz nicht wenigstens effektiv genutzt wird, weil Projekte wie das unsere behindert werden, wird die Situation verschlimmert. Auch die „Energiepartnerschaft“ zwischen der EU und Afrika scheint zu verdrängen, dass es ein Problem mit der Ressource Holz gibt.
Die muslimischen „Siedler“ aus dem Norden, die Thomas Mösch in seinem Beitrag erwähnt, sind Umweltflüchtlinge, die infolge der massiven Entwaldung und Wüstenausbreitung in ihren Heimatregionen keine Lebensmöglichkeiten mehr haben. Das hat der Leiter von DARE, Yahaya Ahmed (früher bei der Deutschen Welle) eindrücklich beschrieben. Unsere Partnerorganisation DARE besteht etwa je zur Hälfte aus Christen und Muslimen. Der Einsatz für Umwelt und Ressourcenschonung könnte beide Bevölkerungsgruppen – Einheimische und Siedler, Christen und Muslime – friedlich zusammenführen. Aber das Ausbleiben des Containers führt dazu, dass das Personal von DARE in Jos nicht arbeiten, und, da Verkaufserlöse ausbleiben, vielleicht bald nicht mehr bezahlt werden kann.
Hier
sind erneut die Hinweise auf unser „Project Design Document“.
anschließend auf PDD klicken. Auch über die Netzseite des TÜV Nord kann man das PDD sowie die Projekt-Dokumente zum Goldstandard herunterladen. Weitere Informationen zu unseren Projekten gibt es unter LHL.
Ein Team des TÜV Nord (Technischer Überwachungsverein Nord, der bei CDM als „Designated Operational Entity“ (DOE) agiert, soll heute (1.12.08) nach Nigeria reisen, um unser Projekt zu prüfen (validieren). Hoffentlich gibt es nicht im letzten Moment eine Absage.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Paul Krämer, Vorstandsmitglied von LHL

Hier ist der Link mit der
Stellenbeschreibung bei
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Das PDD unseres Nigeria-Projektes ist nun auf der UNFCCC Seite veröffentlicht: